Donnerstag, 17. September 2026

Vorpommern 2026 - Pfarrgarten und Meeresblick

Donnerstag, Hafen Barhöft

Heute sollte ein kurzer Tag werden. Wenig Programm, etwas ausruhen. Auch für Lina. Das bedeutete kein Ozeaneum, kein Meeresmuseum. Kein Besuch auf der Hohen Düne on Darß. Stattdessen Pfarrgarten Starkow, die dortige Dorfkirche St. Jürgen, dann noch einmal zur Ostseemühle, Ölpressenschauvorführung, und danach zum kleinen Hafen Barhöft. Von dort sollte es einen schönen Blick nach Hiddensee geben. Nun gut, nach einer erholsamen Nacht und einem entspannten Morgen ging es los. Heute war allerdings etwas anders. Grus Grus grüßte lautstark durch das offene Fenster. Sie waren also auch nahe unserem Domizil endlich eingetroffen. Aufsitzen. Abfahrt. Kurz vor dem Ziel fuhr ich rechts ran. Ein dunkles Handwerkerfahrzeug mit leichten Gebrauchsspuren zog auf der einspurigen Fahrbahn vorbei.



Am Ziel in Starkow angekommen parkte Okki vor der Kirche auf einem saftig grünen Parkstreifen. Neben einem dunklen Handwerkerfahrzeug, aus dem gerade ein zerzauster nicht mehr ganz junger Herr ausstieg und eine Sonde auslud. “Sondengänger?” “Archäologe.” Oha. Da kann man es also auch eilig haben zur Arbeit zu kommen. “Schönen Urlaub Ihnen”, und wir zogen Richtung Pfarrgarten von dannen. Der wiederrum war sehr hübsch angelegt. Gemüsebeete, Obstbäume, Zierpflanzen und parkähnlicher Anlage. Lustwandeln im Schatten. Ein Teich. Eigene Imkerei. Es zog zu. Nanana. Ein prüfender Blick, aber ausser dunklen Wolken war wohl nix. Am (geschlossenen) Café vorbei. Lina mopst einen Apfel. Und noch einen. Und da sind auch noch Kastanien. Wir betreten vom Pfarrgarten aus das Kirchgelände. Suche nach dem Eingang. Rechts sind abgedeckte Gruben. Ah, der Archäologe. Ein Bagger und zwei Bauarbeiter scheinen schwer beschäftigt. Eine Sonde lehnt hinter ihnen an der Wand. Gegenüber sitzt ein glücklich wirkender Herr, nicht mehr ganz so jung, und kartografiert. Wir grüßen nocheinmal freundlich und gehen um St. Jürgen. Alles Baustelle. Kirche nicht zu besichtigen.






Also, weiter. Und noch einmal, liebe Freunde, wollen wir Mordo… die Ölmühle besuchen. Das machen wir auch. Der Parkplatz ist trotz der frühen Stunde gerammelt voll. Prüfender Blick. Wir senken den Altersdurchschnitt. Gewaltig. Macht nix. Es wird noch etwas Senf und Kleinigkeiten geshoppt. Dann soll die Führung mit Schaudemonstration beginnen. An der Stelle bekundet eins von Okkis Besatzungsmitgliedern den unbedingten Willen nach Wachablösung. Kurzer Check. Ab in die Koje. Wir peilen die nächste Tanke an. Von da geht es weiter zum Hafen Barhöft. Das liegt etwa 10 km nördlich Stralsund direkt auf der Grenze zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Der Ort ist recht klein, der Hafen regelrecht schnuckelig. Der Hafenmeister allerdings scheint ein strenges Regiment zu führen. Ein Imbiss, ein Italiener. Ein Hotel. Ein Spielplatz. Mit, wichtig, Rutsche. Im Hafen liegen neben allerlei schicker Kähne auch ein Vermessungsboot und ein Lotsenboot vor Anker. Wir bewegen uns weiter, Richtung Aussichtsturm. Etwa 250 m und zwei mal 20 Treppen weiter der Turm. Ein Euro p.P. griffbereit. Die sind es wert. Ein toller Rundumblick. Stark befahren, das Wasser. Von der NVA-Raketenbunkern im Wald sieht man leider nix. Nach dem Turm besuchen wir noch das Nationalparkzentrum, dann geht es wieder runter an die Küste auf die Aussichtsplattform. Auch hier verweilen wir kurz, bevor es zurückgeht.






Der vorletzte Abend wird mit Tomatennudeln in Sahnesoße gebührend eingeleitet, und klingt entspannt aus.

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