Freitag, 25. Juli 2014

Norge 2014 - Der Berg ruft

Der letzte Tag an unseren Ferienhäusern beginnt mit einem erstem Tränenreichen Abschied von Teilen unserer Reisegesellschaft direkt nach dem Frühstück.
Anschließend gilt es einige kleinere Haushaltsaufgabenzu erledigen und erste vorsichtige Vorbereitungen zum Zusammenpacken zu erledigen.
Und dann ist es soweit. Die Gelegenheit ist günstig, denn die Sonne wird noch von einigen Wolken im Zaum gehalten und die Temperaturen einigermaßen moderat. Daniel und ich packen schnell zusammen und machen uns auf den Weg den Berg zu erklimmen. Unser erster Versuch war ja an Regen und Blasen an den Füßen gescheitert.
Leider reißt nach etwa zwei dritteln der steilen Strecke die Wolkendecke endgültig auf und es wird nun richtig heiß. Wir kämpfen uns Schritt um Schritt weiter bis wir ganz oben auf dem Gipfelfelsen stehen. Wir freuen uns tierisch und genießen eine ganze Weile die fantastische Aussicht bis wir uns wieder auf den Heimweg machen. Runter geht es schon einfacher, doch nun brennt die Sonne unerbittlich und die Steigung geht jetzt richtig auf die Wadenmuskulatur und die Gelenke.
Aber schon bald werden wir an unsere Hütte wie Helden empfangen und mit einem großem Eis und kalten Getränken belohnt.
Tja das war unser höchstpersönlicher Triumph!

Donnerstag, 24. Juli 2014

Norge 2014 - Cachertour nach Sandeid

Zusammen mit Stefan, Michi, Klein-Finja und Daniel machen wir einen kleinen Cacherausflug nach Sandeid. Es ist ein ganz nettes Städtchen mit einigen schönen Aussichtspunkten. 
Von den zahlreichen Caches picken wir uns einige heraus und am Ende stehen immerhin 11 Stück auf unserer Haben-Liste. Das heiße Wetter und unsere schlechte Ortskenntnisse verhindern das wir mehr abräumen, aber eigentlich sind wir alle ganz zufrieden.

 

Mittwoch, 23. Juli 2014

Norge 2014 - An der Trollschlucht

Nach dem Frühstück ging es heute Vormittag nochmal an den Åkrafjord zur Trolljuvet.
An der alten Straße unter, neben oder auf dem neuen 8km langen Tunnel gibt es die Trollschlucht samt Trollbrücke, wo sich wagemutige mit Hilfe der Trolljuvet Adrenalinpark AS an Gummiseilen in die Tiefe stürzen oder an straff gespannten Drähten über die Schlucht gleiten.
Derlei eigentlich total sinnfreie Aktionen sind zwar nicht mein Fall aber immerhin bestand Interesse bei unserem jüngsten Elternpärchen.
Vor Ort und Stelle jedoch war es totenstill. Keinerlei Todesschreie, nicht einmal das aller kleinste Kreischen. Offensichtlich war heute Ruhetag, denn die Stätten des Wahnsinns lagen verwaist in der Sonne. Ein Idyll ohne jeglichen Adrinalineinschuß.
So konnten wir die Aussicht in Ruhe genießen und noch ein paar Geocaches einsammeln.
Anschließend ging es zurück zum Haus, denn dort wollen die Angler noch ein Boot ausleihen und sich in den kühleren Abendstunden als Hobbykapitäne betätigen.




Dienstag, 22. Juli 2014

Norge 2014 - Geocachen in Ølen

Nachdem der heutigen Dienstagvormittag mehr der Entspannung verschrieben war ist die Geocacher Fraktion am Nachmittag nochmal in die Autos gesprungen und rüber nach Ölen gedüst um ein paar Geocaches zu heben. Bis auf einige Ausnahmen waren wir auch recht erfolgreich. Wir trafen auf hölzerne Schweine, rabiate Warnschilder, genervte LKW Fahrer und liebenswerte Souveniershop Verkäuferinnen.

Montag, 21. Juli 2014

Norge 2014 - Auf dem Gletscher

Nach einer etwas kurzen Nacht brechen wir für unsere Verhältnisse relativ früh zu unserem Tagesausflug auf. Aber das ist gut so, denn wir haben noch etwa 220km vor uns, davon allein 39km in 3 verschiedenen Tunneln.
Am Åkra Fjord bestaunen wir den Langfoss Wasserfall. Wenig später überqueren wir die Brücke unterhalb des Låtefoss Wasserfalls, bzw. wir versuchen es, denn es wimmelt auf der Brücke von Menschen die den Wasserfall durch ihre Smartphones und Tablets anvisieren. Hier wollen wir uns nicht dazustellen und darum fahren wir weiter nach Odda um dann unter dem Folgefonn Gletscher hindurch zum Hardanger Fjord zu fahren. Bevor wir gleich wieder in den nagelneuen Jondalstunnelnen eintauchen gibt es erstmal Middag.
Als wir später an der Mautschranke der kleinen Straße zum Gletscher ankommen treffen wir noch einen Landsmann dem wir ein paar norwegischen Kronen wechseln können und ihm + Family die Passage ermöglichen. Unsere gute Tat fur heute ist damit abgehakt.
Nun beginnen wir die abenteuerliche Auffahrt zum Gletscher. Nur drei mal müssen wir uns auf der extrem schmalen und gewundenen Straße an entgegenkommenden Autos vorbeimogeln bevor wir endlich auf den Parkplatz des "Sommerski Senter" rollen. Hier oben beträgt die Temperatur immerhin noch 19°C aber ein kalter weht vom nahen Gletscher herüber. Unten am Fjord waren es eben noch 34°C.
Die Aussicht ist toll und es wir verewigen uns gegenseitig auf Panorama Fotos am Rand des Felsplateaus. Anschließend stürmen wir den Gletscher. Der Ski-Betrieb läuft ganz gut aber RS ist nicht wirklich voll. Da Ronald und Kati mit ihren zwei Jungs gleich zu einer kleinen Wanderung aufgebrochen ist fällt die große Schneeballschlacht leider aus.
An einer windgeschützten Stelle mit herrlichem Ausblick chillen wir noch etwas bevor wir wieder die steile Straße hinabrollen.
Außer etwas Kupplung und Nerven kommen wir alle ohne Schäden unten am Fjord an.
Der Rückweg soll uns immer am malerischen Hardanger Fjord entlang führen. Irgendwann erreichen wir Rosendal und damit sozusagen bekanntes Terrain, denn in der Gegend haben wir 2006  Nach einem kleinem Einkauf und einem Eis fahren wir weiter. Beim nächsten Stopp an unserer alten Badestelle nehmen wir ein erfrischendes Bad, weswegen wir leider die Fähre in Utåker verpassen. Doch die meisten kommen mit der unfreiwilligen Pause ganz gut klar, nur Daniel der extrem Kohldampf schiebt ist etwas knurrig. Die Fährüberfahrt genießen wir alle auf dem Oberdeck.
An unserem Ferienhaus gibt's bei uns im Haus mit Fiskekaker und Potatmus noch ein echt norwegisches Gericht zum Abendbrot.





Sonntag, 20. Juli 2014

Norge 2014 - Geocaching Expedition

Direkt nach dem ausgedehnten Frühstück macht sich die Geocacher-Fraktion bestehend aus Stefan, Michi, Klein-Finja, Daniel und meiner Wenigkeit auf zu einer Geocache Runde. Die Osnes Rundt beinhaltet 13 Caches einer Reihe und einigen nahegelegenen anderen Caches.
Wir kommen fix vorran und auch der prallen Sonne kann man sehr gut in einigen schattigen Wald abschnitten entgehen.
Als unverhoffte Zugabe gibt es nich eine kleine Führung durch das Sæbø Tunet  Freiluftmuseum.
Am Ende stehen 16 Traditional Caches auf der Habenseite.

Samstag, 19. Juli 2014

Norge 2014 - Der Tag am Fjord

Nachdem unser Gebirgsausflug gestern etwas in's Wasser gefallen ist, ging es heute bei herrlichem Sonnenschein an den Fjord. Genau gegenüber von unseren Ferienhäusern am Fjord befindet sich eine kleine öffentliche Badestelle am Fjord. 



Nach ca. zwei Stunden "verlagern" wir uns jedoch etwas weiter auf eine Landspitze, wo sogleich heftigst geangelt wird.




Bald stellen sich erste Erfolge ein. Darunter ein großer Dorsch, Makrelen, Köhler, ein agressiver und merkwürdiger Barsch, sowie diverse Sonnenbrände.






Erst in den Abendstunden geht es zurück nach Hause wo sogleich der Fisch auf dem Grill landet.

Norge 2014 - Touristen im Nebel

Am Donnerstag stand die Besteigung unseres Hausbergs auf dem Programm. Bei äußerst mäßigem Wetter machen wir uns in zwei Gruppen auf den Weg. Schon nach den ersten Serpentinen beginnt es zu nieseln und schon bald regnet es ordentlich. 


Die zuerst gestartete Gruppe stellt sich unter einem Hüttendach unter. 
Daniel uns ich drehen irgendwann um, weil wir komplett durchgeweicht sind. 












Nur wenige Minuten nach uns kommen auch die anderen tropfend den Berg hinab.












Notiz an mich:
Imprägnierspray für meine Regenjacke kaufen! 
Zur Vermeidung von Blasen, keine Wollsocken in Wanderschuhen tragen!

Mittwoch, 16. Juli 2014

Norge 2014 - Avaldsnes und Visnes

Heute sind wir alle zusammen bei relative schlechtem Wetter Richtung Küste aufgebrochen. Unser Ziel war Avaldsnes, dem "ältesten Königssitz Norwegens.
Zuerst ging es also von Etne in Richtung Haugesund bevor man nach Süden abbiegt und man über eine hohe geschwungene Brücke den Karmsund überquert um auf die Insel Karmoy zu gelangen.
In Sichtweite der Olavskirche parken wir unsere Fahrzeugflotte und gehen nur wenige Minuten zu Fuß weiter. Das Wetter hier ist inzwischen richtig gut und wir sind einerseits extrem begeistert, anderseits ärgern wir uns das wir alle relativ warm angezogen sind.
Wir lassen das Nordvegen Historiesenter erstmal links liegen und machen uns statt dessen auf den kurzen Weg auf die nahe Insel wo man einen rekonstruierten Wikingerhof besichtigen kann. Dies stellt sich bei dem immer schöner werdenden Wetter schnell als die bessere Wahl heraus. Ein beeindruckend gewaltiges Bootshaus und verschiedene weitere Gebäude, Gerätschaften und Gärten kann man hier besichtigen. Der Eintritt in das Langhaus kostet 20 Kronen, lohnt sich aber trotzdem, da man alles ausprobieren und anfassen kann. Im Gegensatz zu den zahlreichen anderen Freiluftmuseen die ich in Norwegen schon besichtigt habe ist hier nirgends eine Schnur gespannt oder so. Es laufen auch überall "Wikinger" herum die typischen Beschäftigungen wie Holzhacken, Bogenschießen, Mehl mahlen und Gartenarbeit nachgehen. Alle sind sehr nett und beantworten gern (in englisch) Fragen. Das Langhaus ist wirklich sehr gemütlich eingerichtet und trotz der offenen Feuerstelle und der kleinen Tranlampen nur relativ wenig verraucht. Schlafstätten und Bänke sind mit Schaf und Rentierfellen ausgepolstert. Ein Wikinger erklärt auf Nachfrage viele interessante Details zum Haus und wie die Menschen darin lebten, gibt aber auch vielfach bereitwillig zu, dass man über manche Dinge eben nur mutmaßen kann.
Um Garten gibt es verschiedenste Kräuter zu bewundern und auch einige typisch norwegische Pflanzen mit geschichtlichem Hintergrund. Quintin darf ein paar auch etwas von dem riesigen Wikinger-Schnittlauch wegschnurpsen.









Auf dem Rückweg schauen wir noch kurz in der Olavskirche vorbei und fahren dann mit den Autos noch 5min weiter nach Visnes, einem kleinen Fischerdorf, welches eine erstaunliche Wandlung zu Kupferminenstadt durchlaufen hat. Aber auch hier reizt uns das Grubenmuseum weniger als ein Spaziergang am Ufer. Ein Multi-Geocache führt uns an einer Freiheitstatue, einer Wassermine zu einer alten Schmelze und dann später über einen Kraxelpfad zu den Resten einer Flakstellung aus dem zweiten Weltkrieg. An dem steilen Pfad trennen wir uns in zwei Gruppen, da die Kinderwagen nicht wirklich geländegängig sind.
Der Cache findet sich letztlich hinter zwei großen Tippis oder Jurten die gut versteckt an einer kleinen Bucht stehen. Wir sind hier die einzigen Besucher und daher herrlich friedlich. Anschließend nehmen wir auf dem Rückweg einen anderen bequemeren Weg durch dichten Wald.
Wir treffen die anderen an den Autos wieder und halten auf dem Heimweg nur noch kurz um an einem der zahlreichen Supermärkte in der Haugesund Gegend unsere Vorräte aufzufrischen.

Montag, 14. Juli 2014

Norge 2014 - Kleine Angel-Expedition

Direkt nach dem Einkauf fahren Andreas, Daniel und ich nochmal auf die unserem Haus direkt gegenüberliegende Seite des Fjords und kundschaften Angelplätze aus. Leicht erreichbar, Parkmöglichkeit und eine möglichst steil abfallende Felswand unter der Wasseroberfläche mit wenig Krautbewuchs.
Zwei Stellen scheinen einigermaßen geeignet, die eine wird gleich kurz angetestet ist aber wohl nicht sehr ertragreich.
Schließlich packen wir zusammen, denn wir sind noch auf einen Kindergeburtstag eingeladen.

Sonntag, 13. Juli 2014

Norge 2014 - WM Party

Gestern Abend haben wir zusammen vor dem Fernseher mitgefiebert als unsere Nationalelf sich 120 Minuten lang einen harten Kampf mit den Argentiniern geliefert hat. Die Anspannung war sagenhaft. Doch um so größer war schließlich der Jubel als Götze mit seinem 1:0 den vierten Titel klar machte. Riesige Erleichterung und dann ging die Party richtig los und der hier sündhaft teure Whisky und das Pilsner floss in Strömen die durstigen Kehlen hinunter.

Samstag, 12. Juli 2014

Norge 2014 - Endlich an unserer Hytta

Die letzten 170km von Lofthus zu unserer Ferienhütte haben wir nochmal recht abwechslungsreich gestaltet.
Wir waren einkaufen in Odda und sind anschließend durch den 11km langen Folgefonna Tunnel. Dann immer am Ufer entlang bis nach Utåker, wo wir bereits 2006 schon mal residiert hatten. Da kamen jede Menge Erinnerungen hoch.




Anschließend ging's mit der Fähre rüber nach Skånevik und gleich weiter Richtung Etne.
Vor Ort wurden wir gleich nett begrüßt vom Vater des Besitzers und es stellte sich heraus das Stefan,Michi und Klein-Finja schon da sind. Dreißig Minuten später kamen dann auch die restlichen Mitglieder unserer kleinen Reisegruppe, Ronald, Kati, Quintin und Klein-Florentin an.
Jetzt nach dem Einzug sind die Angler zum ersten Raubzug aufgebrochen. Wir anderen relaxen auf der Terrasse und genießen den Ausblick.


Leider nimmt der bescheidene Angelerfolg das abendliche Fußball-Erlebnis vorweg.
Ein munteres Gebolze, das die Niederlande verdient gewonnen haben. Aber wirklich schöne Szenen gab es leider nur sehr sehr selten.

Freitag, 11. Juli 2014

Norge 2014 - Sørfjord

Nach 2 Stunden Fahrt über die faszinierende Fjelllandschaft der größten Hochebene Europas, der Hardanger Vidda und der Besichtigung des Vørringsfossen (Wasserfalls) ging es in einer turbulenten Kreiselabfahrt durch diverse Tunnel hinab zum Eidsfjord. Dort lag zu unserer Überraschung ein großes Aida Clubschiff vor Anker.



Nach ein zwei Fehlversuchen sind wir hoch oben über dem Sørfjord, einem Nebenfjord des großen Hardangerfjords untergekommen. Die Aussicht von unserer kleinen Hytta auf dem Lofthus Campingplatz ist grandios. 



Es ist auch hier brütend heiß bei fast 30°C und der Blick auf den fernen Folgefonn Gletscher macht es auch nicht besser. 
Vielleicht bringt der Abend noch ein Wärmegewitter, das für etwas Abkühlung sorgt.

Später am Abend kraxeln wir noch den abenteuerlichen Weg zur "Badestelle" hinab. Doch dieser Name verspricht in diesem Fall zu viel, aber hey ein bissel Bewegung am Abend ist gesund.