Montag, 2. Mai 2016

Tschechien 2016 - Auf schmalem Grat

Gleich nach dem Frühstück brechen wir auf um unsere Vorräte aufzustocken und das geplante Grillfest in die Tat umzusetzen. Im nächst gelegenen größeren Ort plündern wir einen Supermarkt und ziehen mit reicher Beute von dannen. 
Da wir noch voller Tatendrang sind und unsere Lebensmittel schlauerweise gut gekühlt im Fahrzeug deponiert haben, machen wir uns noch auf um eine Burgruine in der Nähe zu besichtigen. Da diese aber trotz anderslautenden Information an der Info Tafel geschloßen ist beraten wir kurz über die gewaltsame Erstürmung der Felsenfest, nehmen aber dann doch Abstand von diesem Plan und folgen einem schmalen Pfad der sich am Gipfelgrat entlang schlängelt und an dessen anderem Ende eine weitere Burg mit verheißungsvollen flüssigen Reichtümern lockt. Das Wetter ist weiterhin sehr gut und so sind wir alle weiterhin guter Dinge zumal wir unterwegs noch eine kleine Schatzkiste aufspüren können. Die Tour ist sehr abwechslungsreich. Mal geht es durch kühle Waldabschnitte, dann wieder kraxeln wir an schwindelerregenden Abgründen entlang und werden von der Sonne immer weiter in Richtung einer Gastronomie angespornt un uns dort unsere trockenen Kehlen mit kühlen Hopfentrank zu benetzen.





Endlich erreichen wir die Zauberpforten die uns den Einlaß zum "Hopfenstein" anzeigen. Gut gelaunt treten wir ein, jedoch müßen wir zunächst Wegezoll bezahlen und die 13 Stationen des Heiligen Sankt Tourismus abgehen bevor wir endlich in der Nachmittagssonne platznehmen und den herrlichen Ausblick bei einem köstlichem Glas Zaubertrank genießen können.


Auf dem Rückweg treibt uns der immer stärker werdende Hunger auf einen gegrillten Fetzen Fleisch an und wir können so ungeahnte letzte Reserven mobilisieren. Müde aber glücklich besteigen wir unser braves Gefährt und fahren zurück in unser Hauptquartier.

Sonntag, 1. Mai 2016

Tschechien 2016 - Lass uns nach Wakkaluba fahrn!

Das Himmelfahrtskommando ist nach etwa fünf heiteren Stunden Fahrt und einer Mittagspause in Mittweida im sagenhaften Bierland Tschechien angekommen. Nach dem Bezug unseren Quartiers haben wir uns auch gleich auf den Weg zum Tempel der Bierglückseeligkeit gemacht und dort die Sünden des Tages mit kühlem Pils erster Kajüte reingewaschen. Ein außerordentlicher Genuß, den nur ein einzelner hartneckiger Ungläubiger unter uns nicht zu schätzen wußte und sich krampfhaft an seiner Cola festhielt.

Eine künstlerische Darstellung des Tempels im Winter erinnerte uns sogleich an unseren letzen Besuch vor gut eineinhalb Jahren zur kalten Jahreszeit an diesem heiligen Orte.

Ein dunkler Schatten legt sich über unsere bierseeligen Gemüter als uns schlagartig bewußt wird, dass diese Lokalität morgen wegen Ruhetags geschlossen und uns damit der goldgelbe Gerstensaft verwehrt bleibt. Spontan planen wir alternativ für morgen Abend ein Grillgelage im Garten unseres Domizils. Der Gedanke daran spendet ein wenig Trost in dieser bitteren Stunde. Doch jetzt sind hier noch alle Zapfhähne offen also Skål!!!

Erst sehr spät ziehen wir uns in unser nahegelegenen Nachtquartier zurück und ertränken wieder aufkeimenden Kummer mit ein paar weiteren frisch gehopften.