Samstag, 19. Juli 2014

Norge 2014 - Touristen im Nebel

Am Donnerstag stand die Besteigung unseres Hausbergs auf dem Programm. Bei äußerst mäßigem Wetter machen wir uns in zwei Gruppen auf den Weg. Schon nach den ersten Serpentinen beginnt es zu nieseln und schon bald regnet es ordentlich. 


Die zuerst gestartete Gruppe stellt sich unter einem Hüttendach unter. 
Daniel uns ich drehen irgendwann um, weil wir komplett durchgeweicht sind. 












Nur wenige Minuten nach uns kommen auch die anderen tropfend den Berg hinab.












Notiz an mich:
Imprägnierspray für meine Regenjacke kaufen! 
Zur Vermeidung von Blasen, keine Wollsocken in Wanderschuhen tragen!

Mittwoch, 16. Juli 2014

Norge 2014 - Avaldsnes und Visnes

Heute sind wir alle zusammen bei relative schlechtem Wetter Richtung Küste aufgebrochen. Unser Ziel war Avaldsnes, dem "ältesten Königssitz Norwegens.
Zuerst ging es also von Etne in Richtung Haugesund bevor man nach Süden abbiegt und man über eine hohe geschwungene Brücke den Karmsund überquert um auf die Insel Karmoy zu gelangen.
In Sichtweite der Olavskirche parken wir unsere Fahrzeugflotte und gehen nur wenige Minuten zu Fuß weiter. Das Wetter hier ist inzwischen richtig gut und wir sind einerseits extrem begeistert, anderseits ärgern wir uns das wir alle relativ warm angezogen sind.
Wir lassen das Nordvegen Historiesenter erstmal links liegen und machen uns statt dessen auf den kurzen Weg auf die nahe Insel wo man einen rekonstruierten Wikingerhof besichtigen kann. Dies stellt sich bei dem immer schöner werdenden Wetter schnell als die bessere Wahl heraus. Ein beeindruckend gewaltiges Bootshaus und verschiedene weitere Gebäude, Gerätschaften und Gärten kann man hier besichtigen. Der Eintritt in das Langhaus kostet 20 Kronen, lohnt sich aber trotzdem, da man alles ausprobieren und anfassen kann. Im Gegensatz zu den zahlreichen anderen Freiluftmuseen die ich in Norwegen schon besichtigt habe ist hier nirgends eine Schnur gespannt oder so. Es laufen auch überall "Wikinger" herum die typischen Beschäftigungen wie Holzhacken, Bogenschießen, Mehl mahlen und Gartenarbeit nachgehen. Alle sind sehr nett und beantworten gern (in englisch) Fragen. Das Langhaus ist wirklich sehr gemütlich eingerichtet und trotz der offenen Feuerstelle und der kleinen Tranlampen nur relativ wenig verraucht. Schlafstätten und Bänke sind mit Schaf und Rentierfellen ausgepolstert. Ein Wikinger erklärt auf Nachfrage viele interessante Details zum Haus und wie die Menschen darin lebten, gibt aber auch vielfach bereitwillig zu, dass man über manche Dinge eben nur mutmaßen kann.
Um Garten gibt es verschiedenste Kräuter zu bewundern und auch einige typisch norwegische Pflanzen mit geschichtlichem Hintergrund. Quintin darf ein paar auch etwas von dem riesigen Wikinger-Schnittlauch wegschnurpsen.









Auf dem Rückweg schauen wir noch kurz in der Olavskirche vorbei und fahren dann mit den Autos noch 5min weiter nach Visnes, einem kleinen Fischerdorf, welches eine erstaunliche Wandlung zu Kupferminenstadt durchlaufen hat. Aber auch hier reizt uns das Grubenmuseum weniger als ein Spaziergang am Ufer. Ein Multi-Geocache führt uns an einer Freiheitstatue, einer Wassermine zu einer alten Schmelze und dann später über einen Kraxelpfad zu den Resten einer Flakstellung aus dem zweiten Weltkrieg. An dem steilen Pfad trennen wir uns in zwei Gruppen, da die Kinderwagen nicht wirklich geländegängig sind.
Der Cache findet sich letztlich hinter zwei großen Tippis oder Jurten die gut versteckt an einer kleinen Bucht stehen. Wir sind hier die einzigen Besucher und daher herrlich friedlich. Anschließend nehmen wir auf dem Rückweg einen anderen bequemeren Weg durch dichten Wald.
Wir treffen die anderen an den Autos wieder und halten auf dem Heimweg nur noch kurz um an einem der zahlreichen Supermärkte in der Haugesund Gegend unsere Vorräte aufzufrischen.

Montag, 14. Juli 2014

Norge 2014 - Kleine Angel-Expedition

Direkt nach dem Einkauf fahren Andreas, Daniel und ich nochmal auf die unserem Haus direkt gegenüberliegende Seite des Fjords und kundschaften Angelplätze aus. Leicht erreichbar, Parkmöglichkeit und eine möglichst steil abfallende Felswand unter der Wasseroberfläche mit wenig Krautbewuchs.
Zwei Stellen scheinen einigermaßen geeignet, die eine wird gleich kurz angetestet ist aber wohl nicht sehr ertragreich.
Schließlich packen wir zusammen, denn wir sind noch auf einen Kindergeburtstag eingeladen.

Sonntag, 13. Juli 2014

Norge 2014 - WM Party

Gestern Abend haben wir zusammen vor dem Fernseher mitgefiebert als unsere Nationalelf sich 120 Minuten lang einen harten Kampf mit den Argentiniern geliefert hat. Die Anspannung war sagenhaft. Doch um so größer war schließlich der Jubel als Götze mit seinem 1:0 den vierten Titel klar machte. Riesige Erleichterung und dann ging die Party richtig los und der hier sündhaft teure Whisky und das Pilsner floss in Strömen die durstigen Kehlen hinunter.

Samstag, 12. Juli 2014

Norge 2014 - Endlich an unserer Hytta

Die letzten 170km von Lofthus zu unserer Ferienhütte haben wir nochmal recht abwechslungsreich gestaltet.
Wir waren einkaufen in Odda und sind anschließend durch den 11km langen Folgefonna Tunnel. Dann immer am Ufer entlang bis nach Utåker, wo wir bereits 2006 schon mal residiert hatten. Da kamen jede Menge Erinnerungen hoch.




Anschließend ging's mit der Fähre rüber nach Skånevik und gleich weiter Richtung Etne.
Vor Ort wurden wir gleich nett begrüßt vom Vater des Besitzers und es stellte sich heraus das Stefan,Michi und Klein-Finja schon da sind. Dreißig Minuten später kamen dann auch die restlichen Mitglieder unserer kleinen Reisegruppe, Ronald, Kati, Quintin und Klein-Florentin an.
Jetzt nach dem Einzug sind die Angler zum ersten Raubzug aufgebrochen. Wir anderen relaxen auf der Terrasse und genießen den Ausblick.


Leider nimmt der bescheidene Angelerfolg das abendliche Fußball-Erlebnis vorweg.
Ein munteres Gebolze, das die Niederlande verdient gewonnen haben. Aber wirklich schöne Szenen gab es leider nur sehr sehr selten.

Freitag, 11. Juli 2014

Norge 2014 - Sørfjord

Nach 2 Stunden Fahrt über die faszinierende Fjelllandschaft der größten Hochebene Europas, der Hardanger Vidda und der Besichtigung des Vørringsfossen (Wasserfalls) ging es in einer turbulenten Kreiselabfahrt durch diverse Tunnel hinab zum Eidsfjord. Dort lag zu unserer Überraschung ein großes Aida Clubschiff vor Anker.



Nach ein zwei Fehlversuchen sind wir hoch oben über dem Sørfjord, einem Nebenfjord des großen Hardangerfjords untergekommen. Die Aussicht von unserer kleinen Hytta auf dem Lofthus Campingplatz ist grandios. 



Es ist auch hier brütend heiß bei fast 30°C und der Blick auf den fernen Folgefonn Gletscher macht es auch nicht besser. 
Vielleicht bringt der Abend noch ein Wärmegewitter, das für etwas Abkühlung sorgt.

Später am Abend kraxeln wir noch den abenteuerlichen Weg zur "Badestelle" hinab. Doch dieser Name verspricht in diesem Fall zu viel, aber hey ein bissel Bewegung am Abend ist gesund.


Donnerstag, 10. Juli 2014

Norge 2014 - Am Hardanger Vidda

Nach der üblichen Morgentoilette, einem gemütlichen Frühstück sind wir alle bestens gelaunt als es wieder losgeht. Ohne das wir genau wissen wohin wir müssen und wolang wir fahren brechen wir auf und genießen die Fahrt durch zunächst seichte Hügel und reizvolle Täler.
Später werden die Berge höher und es gibt schroffere Klippen und tiefere Täler. Die sanft fließenden Ströme neben der Straße werden durch
rauschende Gebirgsbäche ersetzt. An einer der quirligen Kaskade machen wir eine kurze Pause und suchen und finden auch gleich noch einen Nano-Geocache.
In Austbygd kaufen wir ein paar Kleinigkeiten ein und beschließen, dass wir an der Ostflanke der Hardanger Vidda gen Norden fahren. Dies ist eine sehr kleine Straße die sich durch sehr dünn besiedeltes Gebiet windet.
Vorher kochen wir noch etwas Wasser auf und schnabulieren unsere 5min Terrinen / Nudelcups.
Die Straße ist wirklich schön und bietet einige spektakuläre Ausblicke über weite Fjell -Landschaften und einsame waldigen Täler und klare Seen. Aber auch hier stört die größere Anzahl von Ski-Hytta's ab und zu den ansonsten erhabenen Gesamteindruck. Tourismus sticht Idylle.
Wir passieren noch einen Staudamm bevor wir wieder hinab über diverse Serpentinen in die Zivilisation rollen.
Gleich dort wo die Nebenstraße auf den RV40 trifft mieten wir eine sehr einfache Hytta als Nachtquartier. Den Rest der Zeit des Tages verbringen wir mit Entspannung in der prallen Sonne. Nach und nach treffen weitere Übernachtungsgäste ein. Achja, nixtun kann so schön sein!