Freitag, 12. September 2025

Friesland 2025 - Leuchtturm und Bunker

Freitag, Westerheversand

Auch heute soll es eigentlich richtig regnen, aber irgendwie erwischen wir dann doch einen sonnigen, wenn auch windigen Tag für unseren Ausflug zum Leuchtturm Westerheversand. Den Leuchtturm samt Parkplatz haben wir gestern schon vorsichtig auf dem Heimweg ausgekundschaftet und so wissen wir heute wo wir hinmüssen. Von unserem Domizil ist es keine dreiviertel Stunde, bis wir von Rad auf Pedes wechseln. Also bis auf Lina, die wird weiter gefahren, und zwar gut eingepackt. Windstärke 6-7 ist dann doch ziemlich frisch. Wir überqueren einen Deich und spazieren mit dem Hinweis doch bitte Ebbe und Flut zu beachten zwischen Salzwiesen zum Leuchtturm Westerheversand. Der ist 40 Meter hoch und funzelt ca. 21 Seemeilen weit. Damit können Schiffe einen etwa 250 Meter weiten Korridor in der Anfahrt Richtung Küste, z.B. Husum sicher befahren. Die Xenon-Funzel hat 2000 Watt. Recht ordentlich. Ansonsten ist der Leuchtturm heute automatisiert und wird von Tönning aus gesteuert. Besuchbar ist er jedenfalls, mit einem tollen Ausblick. Föhnwelle allerdings auch inklusive. Südwestwärts die Skyline von St. Peter-Ording, in der Nähe der Westerhever Schafberg, und ansonsten ganz viel Salzwiesen und Nordsee. Der Leuchtturmwärter macht heute nicht ganz bis vier, er erwartet die Flut vorher. Gut zu wissen. Wir haben zwar noch viel Zeit bis dahin, brechen dann aber doch wieder auf, nachdem wir das Gelände erkundet und die Sicht genossen haben. Ein Cache vor Ort wird auch geloggt, gar nicht so einfach bei den ganzen Muggels. Marie nimmt vor dem Abstieg vom Deich noch einen Rundblick mit dem Feldstecher. 





Auf dem Rückweg versuchen wir dann mit Okki auf kleinen Deichstraßen und Feldwegen zu einer alten Geschützstellung zu kommen. Chancenlos. Entweder abgezäunt oder der Weg verläuft sich im Gras. Wir nehmen dann doch die nächstgrößere Straße und kommen irgendwie dann doch noch in der Nähe an. Die letzten hundert Meter gehe ich zu Fuss, nachdem uns ein freundlicher älterer Herr versichert, dass er sich hier auch einfach nur hingestellt hat. Und dass es nur ein Betonklotz ist. Der wird jedenfalls gebührend bestaunt und dann geht es heim - ohne einen Tropfen Regen.

Es werden im Dorfkonsum noch örtlicher Käse für Marie geshoppt und zwei Hülsen für den Papa. Zum Abendbrot gibt es einen schönen Nudelauflauf mit extra Käse. Dazu Tee und Flens. Die haben hier nur halbe Hülsen?!




Donnerstag, 11. September 2025

Friesland 2025 - Touri on tour

 Donnerstag, St. Peter-Ording

Tagesprogramm ist ein Besuch der Nordseetouristenmetropole St. Peter-Ording am Nordfriesischen Wattenmeer. Okki macht entspannt los und wir kommen bei gutem Wetter am späten Vormittag an. Das Wetter hält. Dazu muss man sagen, dass ab heute laut amtlichem Wetter eigentlich junge Hunde vom Himmel kommen sollten. Grau, sehr windig. Ein Scout Richtung holländische Nordsee (Danke Bro) hat vor Sturmböen gewarnt. Aber das Wetter hält noch. Im Ort angekommen fährt Marie zunächst die Dorfstraße lang. Touri hoch fünf. Wir suchen einen Parkplatz, werden an einem Krankenhaus fündig. Sehr preiswert, das Ganze hier. Aber immerhin gut gelegen, es sind nur wenige Meter bis zum Deich. Von dort hat man bereits einen wunderbaren Blick auf die Salzwiesen und in der Ferne die Dünen vor Sandstrand und Nordsee. 

Der Deich ist sehr gut ausgebaut, beschildert und mit Aussichtspunkten bestückt. Fahrradautobahn inklusive. Ein Blick gen Norden offenbart die gut genutzte Strandbrücke. Dorthin wollen wir und machen uns auf entlang von mutmaßlichen Ferienhochhäusern zur einen Seite und Salzwiesen zur anderen Seite. Man merkt, dass der ganze Ort Tourismus atmet. Landseitig am Deich gibt es immer wieder Sitzgelegenheiten unter Segeln, Erklärtafeln, Schachfelder und offenbar sogar festinstallierte Outdoor-Fitnessgeräte? Was stimmt nicht mit der Welt… naja. 



Am Eingang der Strandbrücke steht ein Riesenfresstempel, der sogar gut besucht ist. Der Altersdurchschnitt wird von uns (einschließlich Lina) vermutlich um 40 Jahre gedrückt. Wenn es reicht. Wir möchten gern auf den Strand, unsere Kurtaxe zählt hier nix. Also löhnen wir einen kleinen Obolus, weil wir schon einmal da sind, und marschieren weiter. Der Wind pfeift, und trotzdem wird mir warm in der Jacke. Endlich am Strand. Lina schläft fest an Mama gekuschelt. Wir bewundern die Kraft der Nordsee, ich muss natürlich ins Wasser. Angeblich PFAS belastet. Egal. Es zieht langsam zu und wir entscheiden uns für den Rückweg. Auf halber Höhe der Strandbrücke logge ich noch schnell einen Cache. Mit einsetzendem Regen kommen wir hungrig bei Okki an. Schnell steuern wir das Dorf an und kehren im ältesten Gebäude des Ortes ein.




Ooooooodiiiinnn .... \o/

Dienstag, 9. September 2025

Friesland 2025 - Gen Norden der Halbinsel

 Dienstag, Friedrichstadt Teil Eins

Heute ging es über Lunden nach Friedrichstadt. Lunden, ein kleines Örtchen - mit einem Strickladen. Marie ging fröhlich shoppen, ich habe Lina bespaßt. Irgendwann sind wir dann auch reingegangen und Lina hat ziemlich neugierig die ganzen tollen bunten Farben beäugt. Nach erfolgreichem Wolle aussuchen weiter zum eigentlichen Tagesziel, der historischen Stadt Friedrichstadt.

Okki hält am Grachtenhafen, Bootstour auf dem Programm. Aber wie das Leben spielt - Kahn voll. Ich bin dezent enttäuscht. Naja, Kinderwagen fertiggemacht und auf auf, die kleine Stadt zu Fuß erkunden. An schnuckeligen kleinen Läden in hunderte Jahre alten Gebäuden vorbei Richtung Marktplatz. Die ganze Stadt ist ein Kulturdenkmal mit starkem niederländischen Einfluss. Daher auch die Grachten. Und jede Menge Religion. Ich besuche die vermutlich einzige katholische Kirche auf der Halbinsel, bevor es dann heimgeht. Die Wolken werden dunkler. Als wir am Grachtenhafen ankommen, wird die nächste Busladung ausgekippt.




 Mittwoch, Friedrichstadt Teil Zwei, Simonsberg und der rote Haubarg

Da wir am Vortag einige Geschäfte nicht besuchen konnten (die haben im Gegensatz zu Berlin richtige Schließtage und machen auch mal ordentlich Mittagspause - sehr angenehm) führt uns die heutige Fahrt nochmal nach Friedrichstadt. Hier besuchen wir in einem der ältesten Gebäude eine Stoffhandlung, sowie im Anschluss einen Teeladen. Gut ausgestattet mit allerlei Tütchen geht es noch durch die gestern nicht erkundeten Gassen der kleinen Holländerstadt. Boxenstop in einer Konditorei und am örtlichen Buchladen. Kuchen und Reiselektüre erwerben. Zurück am Auto dann Generalkurs Deich.




Das Ziel ist der kleine Ort Simonsberg im Adolfskoog. Hier kommt man einerseits sehr nah an den Deich. Andererseits gibt es dort das Vogelschutzgebiet “Wester-Spätinge”, oder sollte ich besser sagen, Paradies. Auf dem Weg dahin weist uns ein kleiner Schild den Weg zum roten Haubarg. Wir biegen ab, das müssen wir uns anschauen. Es erwartet uns ein typisches Bauernhaus, allerdings in groß. 17 Meter hoch, 99 Fenster, erbaut wohl um 1650. Ziemlich feudal. Wird heute als Restaurant und Museum genutzt. Ich erkunde eben die Lage, dann fahren wir erst einmal weiter zum Schöpfwerk Adolfskoog und dem Wester-Spätinge. Wir stellen Okki ab und machen Lina marschbereit. Dann geht es erst einmal rauf auf den Deich. Ein kurzer Lufteinsatz wird mangels Treibstoff abgebrochen, dafür gibt es dann den Kuchen. Mit toller Aussicht. Lina möchte offensichtlich auch. Wir machen dann noch einen schönen Deichspaziergang, Deichschafe und Aussicht aufs Vogelparadies inklusive.


Die frische Luft macht Hunger und der rote Haubarg kam wie gerufen. Also zurück und den Tag bei einem exquisiten Mahl ausklingen lassen. Für Marie gab es ein Duett aus Lachs und Zander, für mich friesisches Weiderind. Die Örtlichkeit ist kulinarisch auf jeden Fall zu empfehlen. Nach dem Essen noch schnell einen Cache geloggt, dann ging es auch schon heim.



Montag, 8. September 2025

Friesland 2025 - Die erste Erkundung Eiderstedts

 Montag, Tönninger Hafen

Direkt am Eider gelegen liegt die kleine Stadt Tönning. Diese steuerten wir nach einem sehr erholsamen Nachtschlaf und kurzen Frühstück direkt an. Der Markt war voll - Markttag. Okki wird nahegelegen abgestellt und nix wie hin. Erst einmal shoppen. Jede Menge frisches Gemüse, zwei Metzger und ordentlich Besucher, will sagen geschäftiges Treiben. Wir haben schicke Tomaten und einen wunderschönen Salatkopf erstanden. Selbige wurden dann erstmal in Okki verladen, bevor es dann an die eigentliche Stadterkundung ging. Durch den alten Schlossgarten hin zum historischen Hafen, der wohl historisch mal richtig groß und wichtig war. Das Schloss, wohl erbaut 1580, gibt es auch schon lange nicht mehr, es wurde 1700 irgendwas abgerissen, nachdem auch die Tönninger Festung geschliffen ward. Übrig sind vier Skulpturen und eine Nachbildung im Schlosspark.



Der Hafen hat direkt Seefeeling aufkommen lassen. Ebbe, alte Werft zur Rechten, Packhaus voraus, Hafenmeile links lang. Jede Menge kleine Freizeitkähne vor Anker. Später erfahren wir, dass die Krabbenkutter alle weiter draußen liegen. An schmucken Häuschen vorbei geht die Erkundung weiter den Hafen entlang. Irgendwann passiert man das Schifferhaus, dann einladende Restaurants. Fischbuden Fehlanzeige, aber es gibt einen kleinen Laden mit Tischen davor. Hier kann man frische Fischbrötchen erwerben. Wir passieren selbigen erstmal und gehen weiter Richtung Wasserschiffahrtsamt. Dahinter geht es wohl weiter zum Wattmuseum. Das sparen wir uns aber fürs schlechte Wetter auf und drehen um. Zurück, der Magen meldet sich. Es gibt Backfischbrötchen auf die Kralle. Lina möchte auch. Frisch gestärkt geht es durch kleine Gassen zurück Richtung Markt und dann zu Okki.

 


Eigentlich geht es dann heim, aber auf dem Weg habe ich dann noch ein Schild erspäht “Eidersperrwerk”. Lina möchte Abendessen. Geht beides. Kurz füttern, dann weiter zum Sperrwerk. Lina powernappt. Das Eidersperrwerk ist das größte deutsche Küstenschutzbauwerk und dient dem Schutz vor Sturmfluten, der Sicherung der Vorflut und der Erhaltung der Schiffahrt. Bauzeit 6 Jahre, oder ca. zwei drittel Elbphilharmonien. Das ist ja etwas genauer. Gigantisches Teil.



Sonntag, 7. September 2025

Friesland 2025 - Aufbruch in den (nicht ganz so hohen) Norden

 Sonntag, Zepa

Was ein Start in den Urlaub. Traditionell ist das erste Septemberwochenende ja reserviert für einen alljährlichen Schmaus und die Feier von Andreas Geburtstag. So auch dieses Jahr, mit einem Unterschied. Die kleine Lina fährt das erste Mal mit und mit in den Urlaub. Die Gesamtanreise wird dadurch etwas angenehmer. Kay gewährt bequemen Unterschlupf im Wohnwagen. Nach zwei schon deutlich spätsommerlichen Tagen mit kalten Nächten, einem Wiedersehen mit guten Freunden, einem schönen Spaziergang zur Mühle und einem Schweine-Festschmaus zu Andreas Ehren gab es dann noch ein kleines elektrisches Problem. Überraschend, aber nichts, was sich nicht mit einem Kabel und Qaddels Hilfe lösen ließe.

Ab und los in den Norden. Okki war gut gepackt und fuhr entspannt die doch etwas volle Rostocker Autobahn. Kurzer Boxenstop - Wacken ist nur einmal im Jahr. Und zwar nicht jetzt. Den heiligen Metallgründen haben wir trotzdem kurz unsere Aufwartung gemacht. Die letzte Etappe war dann ereignislos und endete in den Schleswig-Holsteinischen Marschen, genauer in Tönning. Der schnuckelige kleine Marktplatz lud direkt zum Verweilen ein und es gab zum Tagesabschluss vor der Endanfahrt auf die Unterkunft nahe Tönning bei schönstem Abendsonnenschein eine Pizza mit Altstadtblick.


Mittwoch, 27. August 2025

Denmark / Sweden 2025 - Tag 9: In Richtung Süden ( leider ...)

Um am Donnerstag um 15:45Uhr die Fähre Gedser-Rostock zu bekommen müssen wir heute noch ein paar Kilometer gen Süden in die Nähe von Malmö machen. Wir starten in Rörvik fast auf die Minute genau bevor es zu regnen beginnt und so ist all unser Gut trocken verkpackt. Wir fahren erstmal los und peilen einen Systembolaget (uns geht das Bier aus ;)...), in einem riesen Einkaufszentrum mit Ikea und so ..., bei  Helsingborg an.

Da es schon 14:30 Uhr ist überkommt alle der kleine Hunger und wir (ich zum ersten mal in meinem Leben) essen bei Ikea. Das war ganz in Ordnung für Grosskantine. Ich hatte panierte Scholle mit Remoulade Erbsen und Pommes. Danach kaufen wir erst bei Coop was zum Grillen von der Kuh und anderes, dann das Bier direkt daneben im Spezial-Alkoholladen. Silvio weißt mich darauf hin, dass es auch Regale mit alkoholfreiem gibt, was ja nun irgendwie so gar keinen Sinn ergibt...

Steffi möchte den Zeltplatz Barsebäckstrand anfahren und ihre Wahl ist gut. Als wir von der Autobahn runterfahren und die letzten 8Km Richtung Platz fahren sehen wir vor uns 2 große gleichförmige Gebäude mit Schornstein die laut Karte direkt am Oeresund liegen. Ich meine noch so zu Silvio, dass könnte glatt ein AKW sein...

Kurz vorher ist dann rechts der Straße der Campingplatz. Wir melden uns an und beziehen unsere beiden Pits.


Als ich mir dann die beschriebene Anlage anschaue, komme ich zu dem Ergebnis: Jepp ganz klar ein AKW! Allerdings wohl seit  2005 außer Betrieb. Desweiteren kommen von links und rechts Passagierflugzeuge im Landeanflug über den Platz. Kurzer Blick auf die Karte wir sind direkt in der Schneise für den internationalen Flughafen von Kopenhagen...

Also fassen wir kurz zusammen: ein AKW in der Ein/Ausflugschneise eines internationalen Airports???

Und der Airport war vorher da, seit 1925, während die Schweden das AKW dann 1969 erbauten.

Nun ja, wir grillen Kuh und Feta in Alufolie. Lecker! Und dann schaut die Sonne noch kurz bevor sie untergeht am Horizont heraus, traumhaft...

 






Denmark / Sweden 2025 - Tag 8: Wir bleiben noch in Rörvik

Nachdem wir die Wetterlage gecheckt haben und es heute überwiegend sonnig werden soll, entschießen wir uns noch eine Nacht zu bleiben. Da die Oeresundbrücke und die Fähre Gedser-Rostock für Freitag nachmittag schon gebucht ist, bleibt uns dann nur noch eine weitere Übernachtung in der Nähe von Malmö. 

Silvio und ich entscheiden nach dem Frühstück erst Einkaufen zufahren und später an die Schären zum chillen zu gehen. Gesagt getan, wir steuern einen Coop an, wo ich gestern frisches Lachsfilet im Angebot für nur 15€ erspäht hatte. Der kommt dann am Abend auf den Grill. Beim Verlassen des Coop's studiere ich den Kassenzettel und stelle fest, dass der Lachs mit 30€ berechnet wurde! Wir also wieder rein aber der Kassierer meint, das Angebot gilt nur für "Member", also wahrscheinlich wie bei uns nur mit der z.B. Lidl-App. Naja nun haben wir aber richtig Bock auf Lachs und so nehmen wir das 1,8kg Filet mit.

Auf dem Platz angekommen folgen wir den anderen in die Schären zum chillen. Leider zog sich der Himmel aber schon gegen 15:30 Uhr wieder zu und so wanderten wir wieder zurück. Ich begann als bald mit dem Schnippeln für den Salat und danach machen Silvio, Steffi und ich uns an die Vorbereitung des Lachses. 


 

Wie üblich wird der Lachs portioniert und mit Knoblauch, Olivenöl und Frühlingszwiebeln in Alufolie verpackt. Die Lachs-Seite war so dick, dass er 25min auf dem Grill für innen glasig benötigte. 



Das Ergebnis war mega lecker....;) Leider war die 550g Portion für mich aber 1/3 zu viel aber der Silvio verschlang meinen Rest nachdem er bereits seine 550g "weggeatmet" hatte! Unbegreiflich! Zumal er sich dann noch zwei Teller Salat und diverse Knoblauchbrotstücke einverleibte. Eine echte Fress-Maschine!