Samstag, 13. September 2025

Friesland 2025 - Garten und Hafen

Samstag, Tating

Der Morgen war grau, aber trocken. Mit unserem getreuen Okki machten wir uns auf gen Tating, den Hochdorfer Garten besuchen. Der kleine Ort liegt von unserem Domizil aus Richtung St. Peter-Ording und auch hier stehen jede Menge Klinkerhäuschen. Der Garten ist etwas ab vom Dorfkern, aber gut zu finden. Direkt am Garten gibt es am sogenannten Schweizer Häuschen Parkplätze. Das hatte noch nicht offen, da waren wir ca 30 Minuten zu früh. Auf dem Parkplatz stand niemand, nur ein Schild “für Cafe- und Restaurantbesucher”. Wir sind ein paar Meter weiter gefahren und haben Okki und uns auf eine andere Parkfläche bugsiert. Auf in den barocken Garten. Am Caferestaurant “Schweizer Haus”, die Belegschaft bereitete sich gerade auf die Eröffnung vor, vorbei rein ins Grün.


Wir entschieden uns, den Garten im Uhrzeigersinn abzulaufen und folgten einem kleinen Weg hin zu einer angedeuteten Ruine. Hier gab es erst einmal ein Actionfoto. Dann ging es weiter unter einem grünen Dach durch den Garten in Richtung Hochdorfer Haubarg. Dieser Haubarg mit vier Ständerpaaren (hihi) war zwar aus dem Jahre des Herren 1764, bot aber ursprünglich beeindruckende 1000 qm Platz (45 m x 22,5 m). Bot, denn irgendwann im frühen 20. Jhd. wurde er um ein Ständerpaar, also ca. 16 m verkürzt. Der Bau ist durchaus repräsentativ: mit Krüppelwalmdach und zweigeschossigem Backengiebel, das Portal umrahmt von Pilastern, mit Treppenaufgang und Rokokotür. Das hat im 19. Jhd. wohl sogar mehrfach den dänischen Konge angelockt. Heute kann man hier recht komfortabel Ferien machen oder Feste feiern. Weiter durch den Garten kommen wir an alten Apfelsorten und alten Bäumen vorbei. Die barocke Anlage ist sehr schön gelungen. Spazieren macht hungrig, und nachdem wir im Schweizer Haus die Kuchenauswahl beäugt haben, kehren wir ein. Das Wetter hält und wir machen es uns im Garten unter einer Segelplane bei Angus-Burger und Tagliatelle mit würzigem Käse gemütlich. Natürlich gibt es dann noch lecker Kuchen für den Nachmittagsimbiss. Die nordfriesische Luft zehrt ja so an den Kräften.


Als wir das Schweizer Haus verlassen ist der Parkplatz voll. Wie sich später bei der Kuchenverkostung herausstellt, mit Recht. Bevor es weitergeht wird noch ein Cache geloggt, und dann bringt uns Okki nochmal an den Deich. Genauer gesagt, die Tümlauer Bucht. Wir stellen Okki kurzerhand am Wegesrand ab, machen Lina marschbereit, und quer über die Fahrradautobahn geht es rauf auf den Deich Richtung Hafen. Beim Besteigen des Deiches stellen wir fest, dass es ganz schön zieht, und ein kurzer Blick in den kleinen Hafen verrät - hier ist nicht nur Ebbe, sondern wirklich tote Hose. Also disponieren wir um, steigen wieder ab und machen einen schönen Spaziergang auf der Fahrradautobahn…








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