Sonntag, 4. Mai 2014

Italien 2014 - San Gimignano

Nach dem wir gemütlich gefrühstückt haben machen wir uns auf in das eigentlich nicht weit entfernte "Manhattan des Mittelalters". Das Navi hat zunächst andere Pläne mit uns und so brauchen wir etwas länger bis an unser Ziel.  Aber San Gimignano auf jeden Falle einen Besuch wert auch wenn er mit einem Umweg verbunden ist. Ich verweise hiermit auf den entsprechenden Wikipedia Artikel. Soviel sei nur gesagt, die kleine Stadt auf einem toskanischem Bergrücken verströmt weitaus mehr Charme als es die Teile der "Assassins Creed" Reihe vermittelt ;oP ! Es geht auch wesentlich unblutiger zu.























Wir schlendern durch die verwinkelten Gassen, genießen das Flair und heben den ein oder anderen Geocache.




Auf der Burganlage ganz oben in der Stadt treffen wir einige Legionäre und in Togen gehülte römische Damen. Hier findet offensichtlich ein römisches Historienschauspielspektakel (auf dieses Wort hat Casi ein Copyright) statt.


Im Schatten der allgegenwärtigen Wohntürmen genießen wir unsere tägliche Portion Gelati und stöbern in einigen der zahlreichen Feinkostläden.




Dann machen wir uns auf den Heimweg.
Den restlichen Nachmittag verbringen wir in der Sonne auf der Terrasse unseres Hauses, messen uns in Brettspielen und verbrennen uns den Pelz.





Samstag, 3. Mai 2014

Italien 2014 - Ankunft in der Toskana

Diesmal sind Susi und Carsten als erstes im Frühstücksraum. Wir gesellen uns dazu und stärken uns für die Fahrt durch die Po Ebene und den Appenin.
Die Autos werden beladen, die Zimmer bezahlt und die Schlüssel abgegeben. Alle Schlüssel? Nein ein kleiner hartnäckiger Schlüssel wehrt sich vehement gegen die Übergabe an die Römer ... naja oder Casi hat einfach vergessen ihn abzugeben. ;oP
Kurz darauf rollen zwei Kombis mit Magdeburger Kennzeichen durch die Eintönigkeit der Po Ebene. Hier kann wirklich jede Autobahnbrücke den Anspruch "höchste Erhebung" von XXX erheben.
Kurz bevor die kleine Kolonne das Appenin Gebirge erreicht setzt auch wieder Dauerregen ein, der uns in den Serpentinen auch ziemlich bald zu nerven beginnt. Das voran fahrende Auto mit Andreas, Carsten und Susi ist dann auch irgendwann außer Sichtweite und wir holen es erst ganz kurz vor dem Abzweig auf die Schnellstraße nach Siena ein. Die Schnellstraße ist in einem erbärmlichen Zustand und mit zahlreichen Baustellen durchsetzt.
Bei Colle di val d'Elsa fahren wir ab und kaufen im Coop ganz groß ein. Danach gehts weiter die Landstraße nach Casole d'Elsa und endlich zu unserem Feriendomizil.
Nach dem wir etwas gewartet hatten wurden wir von unseren Gastgebern empfangen. Eilig wurden noch einige Dinge zurecht gemacht und anschließend wurde uns das Haus ubd das Anwesen erklärt und vorgeführt. Es wurde der neue große Pool besichtigt auf den man besonders stolz ist und der Whirlpool am Rande eines Olivenhains von dem man auch auf einer weiteren kleinen Holzterasse die fantastische Hügellandschaft bewundern kann.

Nicht unser Domizil, sondern Blick auf das gegenüberliegende Gehöft

Kleine romantische Ruine im Tal
Enthusiastisch nehmen wir unser Domizil in Besitz und fühlen uns sogleich extrem toskanisch und entspannt. Der Abend lassen wir bei einem Glas rotem Lugano ausklingen. Herrlich zufrieden sinken wir in die Kissen unserer Betten.

Panoramaview von unserer Terasse

Freitag, 2. Mai 2014

Italien 2014 - Am Gardasee

Nach unseren Erlebnissen im großen Einkaufszentrum von Sola, wo wir alle Pflichtaufgaben erfolgreich abschließen konnten machen wir uns auf den Weg an den Gardasee. Wir folgen den Anweisungen der Navi-Dame und fahren auf einer sehr stark frequentierten Strada Communale in Richtung Westen.
Bevor wir auf die Halbinsel Sirmione vorstoßen, biegen wir jedoch zunächst nach Süden ab und fahren zu einem nahegelegenen Weingut Pilandro nahe San Martino della Battaglia um uns für den restlichen Urlaub einzudecken.
Leider finden wir die kleine Verkaufstelle verschlossen vor. Es regnet immer noch und so halten wir uns nicht lange auf und beschließen es auf dem Rückweg erneut zu versuchen.
Über zahllose Geschwindigkeitsbegrenzungswellen arbeiten wir uns auf die langezogene Halbinsel Sirmione vor. Je näher wir dem Ziel kommen desto dichter wird der Verkehr. Strömender Regen scheint für die meisten Touristen kein Argument zu sein einen Ausflug abzublasen. Irgendwann stockt der Verkehr, da die Parkplatzeinfahrten verstopft mit Bussen und PKW's sind. Immer wieder ziehen andere PKW's, welche meist in Osteuropa zugelassen sind aus der wartenden Autoschlange herraus und fahren dann ganz unbeschwert an den "Zufahrt-Verboten-Schildern" vorbei um möglichst "weit vorn" zu parken. In der Schlange vor uns befinden sich fast nur noch deutsche (nicht nur Ostdeutsche stellen sich gern an) als wir endlich den Parkplatz erreichen.
Wir werfen uns in unsere neue Regenkluft und spannen die Regenschirme auf und ordenen uns nun zu Fuß in den Touristenstrom ein der sich langsam nach Norden schiebt.
Gleich am ersten Restaurant kehren wir ein und eh wir uns versehen steht vor jedem von uns dampfend eine Pizza. Wow, das ging schnell zumindest im Vergleich zu den Supermarktkassen. Vermutlich wird hier nicht nach Stunden sondern nach Anzahl der bewirteten Gäste bezahlt. Während sich unsere Laune langsam wieder hebt scheint sich in der Ferne auch tatsächlich der Himmel aufzuklaren. Trotzdem regnet es immer noch als wir das Restaurant verlassen.
Vorbei an der die Zugbrücke bewachenden Scaligerburg ziehen wir in den eigentlichen Ort Sirmione ein und halten uns gleich rechts hinter Daniel her, welcher sogleich der Fährte eines Geocaches folgt. Wenig später stehen wir im Logbuch und setzen unseren Weg fort. Es ist wirklich erstaunlich wieviele Menschen selbst bei diesen schlechten Wetterverhältnissen unterwegs sind. Es mutet fast sureal an wie zwischen den zahlreichen Eisdielen immer wieder Regenschirme feilgeboten werden.
In einer Parkanlage kurz bevor wir den letzten Zipfel von Sirmione mit dem archeologischen Resten der römischen Villa erreichen heben wir noch den nächsten Geocache und verewigen uns im Logbuch.
Wir bezahlen gern den Eintrit und betreten, trotz unserer neuen Regenkleidung, leidlich durchnässt die trockenen Räumlichkeiten des Museums. Eine lärmende Italienische Schulklasse und der Museumswächter sind neben uns die einzigen Besucher und ich frage mich wo eigentlich die ganzen anderen Touristen abgeblieben sind.
Wir bestaunen die Exponate und lesen die verschiedenen Informationstafeln. Als wir schließlich das Museum nach draußen verlassen hat es tatsächlich aufgehört zu regnen. Vorbei an Büschen mit Thymian steigen wir eine Treppe zur römischen Villa hinauf. Beeindruckt von der Größe der Anlage flanieren wir zwischen den Mauerresten entlang und genießen die ersten trockenen Meter zu Fuß. Jetzt klart sich auch der Blick über den See auf und wir können das Ufer zu beiden Seiten des Sees und bald auch den mächtigen Monte Baldo an der östlichen Seite des Sees erkennen. Wieder werden wir von lärmenden Schulkindern verfolgt deren Interesse an der Anlage scheinbar stark in Grenzen hält. Klaro, da waren wir früher auch nicht anders. Wir phillosophieren noch über die Bauweise der Stützmauern an den Seiten des Fundaments der Villa und schlendern während dessen wieder in Richtung des Ausgangs.
Erste zaghafte Sonnenstrahlen versuchen durch die dichte Wolkendecke zu brechen während wir auf einer Piazza stehen und versuchen die riesigen Eismassen zu verdrücken die wir eben an einer Gelateria erstanden haben. Scheinbar muss das Zeug weg und so haben wir jeder fast 500g für 3€ auf unseren Waffeln.
Bei unserer Ausfahrt vom Parkplatz werden wir immer wieder geschnitten und blockiert. Doch dann zeigt Daniel einiges Geschick im wilden gestikulieren auf dem Beifahrersitz und haut deutsch-italienische Beschimpfungen in Rekordzeit raus. Ein Glück das Susi nicht dabei ist, der hätten die Ohren geblutet. Aber die Aktion zeigt augenblicklich Wirkung, denn plötzlich kann sich unser schwarzer Kombi gegen die völlig verdutzten Eingeborenen durchsetzen und wir können uns auf den Rückweg machen.
Diesmal haben wir auch am Weingut Glück. Wir werden augenblicklich in das Allerheiligste gebeten. Zwischen den großen metallenen Behältern wird verkostet und gescherzt. Der Mann ist uns sympathisch und ähnelt vom Typ eher einem Skandinavier als einem Italiener, was Art und Aussehen angeht. Mit 5 Liter rotem Lugano und 5Liter weißem Lugano verlassen wir das Weingut. Die Laune ist inzwischen bestens!
Auf dem Rückweg kommen wir an Borghetto vorbei und besichtigen kurz die beeindruckende befestigte Stauanlage aus dem 14. Jahrhundert. Weiter iben trohnt die Ruine einer Scaligerburg.



Bei der erfolglosen Suche nach dem ersten von zwei Caches vor Ort lernen wir eine Italiener kennen, der zusammen mit seiner Familie ebenfalls verzweifelt nach dem Geocache sucht. Es ist sein erster Geocache überhaupt wie wir im gespräch erfahren. Seine Familie wirkt schon etwas genervt oder zumindest resignert. Offensichtlich ist der Cache verschwunden. Und nach dem Daniel sich damit abgefunden hat suchen wir den zweiten Geocache auf den Brücke. Diesen halten wir dafür ums so schneller in der Hand und tragen uns ins Logbuch ein. Bevor wir wieder in das Auto steigen verhelfen wir dem italienischem Erstcacher noch dezent zu seinem herbeigesehnten Erfolgserlebnis. Die Familie und er brechen in überschwenglichen Jubel aus und wir machen uns mit dem Wissen ob unserer guten Tat zufrieden auf den Heimweg zum Hotel.
Susi hat uns schon erwartet und nach dem wir uns in der Tratoria gegenüber noch etwas gestärkt haben, lassen wir den Abend bei einer Runde "Phase 10" im Aufenthaltsraum des Hotels ausklingen.

Italien 2014 - Die drei Aufgaben

Die nette Dame die in meinem Navi wohnt leitet uns in das Zentrum von Sommacampagnia und wir halten an etwas, dass wie ein Einkaufszentrum aussieht.
Leider ist die gesamte obere Etage wegen Bauarbeiten gesperrt und wir müssen mit dem mittelmäßig ausgestatteten Supermarkt im Erdgeschoss vorlieb nehmen und können von unseren drei Aufgaben nur den Getränkekauf abschließen und das sehr sehr laaaaangsaaaam.
Es regnet immer noch in strömen und nach dem Daniel eine eilige Zigarette durchgezogen hat kann er mit Google's Hilfe einen potentiellen Einkaufspark ganz in der Nähe ausmachen.
Der bei Sola gelegene Einkaufspark entpuppt sich als Glücksgriff, denn hier gibt es wirklich alles.
Nach einer Runde im Erdgeschoß sind wir um ein paar Jacken reicher und können schließlich in der zweiten Etage auch unsere letzte Aufgabe, die Medizin erfolgreich abschließen.
Carsten, der großen Optimismus an den Tag legt ersteht außerdem noch eine Sonnenbrille. Auch dies sehr sehr laaaangsam. Während Carsten in der stetig wachsenden Schlange an der Kasse Wurzeln schlägt, reift in uns die Erkenntnis, dass Italiens Bruttosozialprodukt wesentlich besser ausfallen würde, wenn die konsumierten Waren auch nur annähernd in dem gleichen Tempo abkassiert werden würden wie sie die Kunden kaufen wollen.

Italien 2014 - Sinfluten

Noch im Arbeitsrythmus werden die ersten Reisenden relativ früh wach. So etwas scheint auch der vorabendliche hastige Genus von Wein und Ouzo (kultur-kulinarisches Verbrechen mit Tradition) nicht verhindern zu können.
Erster Dämpfer für die gute Laune: Es hat in der Nacht zu regnen begonnen und mittlerweile gießt es in Strömen. Der Himmel und der Wetterbericht sagen übereinstimmend das sich dies nicht allzu bald ändern wird.
Unser Plan an den Gardasee zu fahren, dort Wein zu kaufen und auf Sirmione die Grotten des Catull zu besichtigen droht buchstäblich ins Wasser zu fallen.
Beim Frühstück dann der zweite Dämpfer. Susi fühlt sich nicht besonders und will lieber im Hotel bleiben und sich auskurieren.
Bei der dritten Tasse Kaffee beschließen wir unseren Plan trotz des Regens unverändert umzusetzen. Einzige Änderung sind drei Zusatzaufgaben: Regenjacken und oder Schirme kaufen, Medizin für Susi besorgen und Getränke kaufen.
Nach dem wir bei unserer sehr netten Bedienung die ungefähre Lage einer "Big Shopping Mall" in Erfahrung gebracht haben machen wir uns auf den Weg.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Italien 2014 - Erster Zwischenstopp, Nogarole Rocca

Nach unseren letzten Erlebnissen auf dem Heimweg Anno 2011, als wir drei Stunden von Florenz an bis nach Österreich bei brütender Hitze im Stop-and-Go festsaßen, war ich einigermaßen angespannt was die Verkehrslage angeht. Aber hey, es war einfach perfekt. Kein einziger Stau störte unsere Fahrt, weder in Deutschland, noch in Bayern, in Österreich und auch nicht in Italien. Und so rollten wir dann recht gut gelaunt bei unserem Zwischenziel von der Autobahn.
Abends kehrten wir dann noch in der kleinen Tratoria gegenüber ein um bei einer Karaffe Wein, Pizza, Pollo, ein wenig Salat unseren Urlaubsbeginn zu feiern.





Italien 2014 - Goodbye Germany

Morgens um 8:00 an der Tankstelle am Werner von Siemens Ring. Einige überdurchschnittlich gutgelaunte Personen beenden ihre heitere Konversation und springen in ihre vollgetankten PKW's. An den Frontscheiben der beiden Kombis prangt je eine frisch angebrachte Mautplakette.
Jetzt geht es los. Aber nicht in den Norden, sondern in die entgegengesetzte Richtung. Über die Alpen und ab in die Sonne.

Das Ziel heißt mal wieder Italien.