Sonntag, 14. September 2025

Friesland 2025 - Quasi Ausflug ins Watt

 Sonntag, Trischendamm

Auch an diesem schönen Tag des Herren war wieder Regen angekündigt. Als wir gegen halb sechs ohne Snooze-Funktion geweckt wurden, hingen die Wolken schon grau und bleiern am Himmel. Ein kurzer Blick auf das Satellitenbild jedoch zerstreute unsere Bedenken, und wir setzen heute einen Ausflug zum Trischendamm aufs Programm. Nach dem Frühstück ging es los. Nachdem uns gestern auf dem Heimweg fast ein Seeadler in Okkis Frontscheibe gekracht war, meinte heute kurz nach dem Ortsschild ein vorwitziger Wasserratz mal rechts vor links missachten zu müssen. Dank jahrelang trainierter Reflexe konnte ich Okki allerdings gerade noch rechtzeitig elegant um den tierischen Verkehrssünder herum lenken. Es ging dann weiter über das Eidersperrwerk Richtung Süden und von Eiderstedt runter nach Dithmarschen. Das hat man auch an der Landschaft irgendwie gemerkt. Die Felder wurden weitläufiger, die Viehwirtschaft wurde durch Kohl und Rüben ersetzt, die Menge an Windkraftanlagen nahm dramatisch zu und die Dörfer waren irgendwie nicht mehr ganz so schnuckelig. Vorbei an größeren Naturschutzgebieten und der WTD 71 erreichten wir irgendwann am späten Vormittag unseren heutigen Startpunkt, die Gemeinde Friedrichskoog.


Das Wetter ist bestens, Sonne Wolken Mix bei frischer Brise. Hier ist gerade Baustelle, nix funktioniert. Also in erster Linie heißt das mal kostenlos parken, wie uns eine nette Einheimische erklärt. Um die Baustelle rum sind es so ca. 750 Meter (denkste!). Gottseidank auch, dass kommt nochmal auf unseren Spaziergang drauf, weil man zum Damm um die Baustelle herum laufen muss. Machen wir, also wird Lina fertig gemacht und es geht los. Denkste. Nach etwa einem km sind wir noch nicht um die Baustelle rum und Lina quengelt. Wir beschließen uns zu trennen, ich hole das Auto (nehme noch einen Cache mit) und suche einen näheren Parkplatz, Marie geht weiter Richtung Damm. Dort wollen wir uns dann treffen. Am Parkplatz angekommen bin ich dann schon bei fast zwei km. Hach, Distanzen… Naja. Ich fahre mit Okki von südöstlicher Richtung an den Treffpunkt heran und parke. Lina scheint sich vorerst nicht zu beruhigen. Vorsichtshalber verladen wir erstmal Linas Fortbewegungsmittel und gehen vor dem Wind in Okki in Deckung. Nach einer kurzen Weile war es dann soweit, das Problem, eine Erbse, drückte nicht mehr. Marie passte platzsparend mit Lina zur Behebung des Problems windgeschützt in der Kofferraum und dann wir wagten einen zweiten Anlauf. Diesmal galt es.





Nach kurzem Weg über den Deich war er endlich in Sicht, der Trischendamm. Das vor 90 Jahren erbaute Küstenschutz-Bauwerk versprach auf einer Länge von 2,2 km einen schönen Wanderweg durch Salzwiesen und Watt hinaus Richtung Nordsee. Dahinter war in der Ferne Mittelplate gut zu erkennen. Einschließlich Schlechtwetter - das gut nördlich von uns vorbeizog. Erstmal wurde die Spurbreite von uns fachmännisch vermessen. Sie entspricht etwa einem Kinderwagen plus ein Handbreit. Der Trischendamm? Nun was soll ich sagen, Versprechen wurde voll und ganz eingehalten. Wir hatten einen fantastischen Nachmittag zwischen Salzwiesen, Watt und ihren Bewohnern und der Nordsee. Und zwar ganz alleine - erst auf dem Rückweg kamen uns andere Besucher entgegen.




Der Rückweg ins Quartier verlief unspektakulär. Wir machten einen Abstecher durch die Vogel- und Naturschutzgebiete Kronenloch und Wöhrdener Loch. An der Miele gab es für Marie das letzte Einhorn noch ein Matjesbrötchen, an Odinsloch hielten wir kurz und bewunderten die Vogelvielfalt. Zum Tagesabschluss gab es dann lecker Käse-Sahne-Schinkennudeln. Und morgen? Morgen soll es regnen. Ganz sicher…

Samstag, 13. September 2025

Friesland 2025 - Garten und Hafen

Samstag, Tating

Der Morgen war grau, aber trocken. Mit unserem getreuen Okki machten wir uns auf gen Tating, den Hochdorfer Garten besuchen. Der kleine Ort liegt von unserem Domizil aus Richtung St. Peter-Ording und auch hier stehen jede Menge Klinkerhäuschen. Der Garten ist etwas ab vom Dorfkern, aber gut zu finden. Direkt am Garten gibt es am sogenannten Schweizer Häuschen Parkplätze. Das hatte noch nicht offen, da waren wir ca 30 Minuten zu früh. Auf dem Parkplatz stand niemand, nur ein Schild “für Cafe- und Restaurantbesucher”. Wir sind ein paar Meter weiter gefahren und haben Okki und uns auf eine andere Parkfläche bugsiert. Auf in den barocken Garten. Am Caferestaurant “Schweizer Haus”, die Belegschaft bereitete sich gerade auf die Eröffnung vor, vorbei rein ins Grün.


Wir entschieden uns, den Garten im Uhrzeigersinn abzulaufen und folgten einem kleinen Weg hin zu einer angedeuteten Ruine. Hier gab es erst einmal ein Actionfoto. Dann ging es weiter unter einem grünen Dach durch den Garten in Richtung Hochdorfer Haubarg. Dieser Haubarg mit vier Ständerpaaren (hihi) war zwar aus dem Jahre des Herren 1764, bot aber ursprünglich beeindruckende 1000 qm Platz (45 m x 22,5 m). Bot, denn irgendwann im frühen 20. Jhd. wurde er um ein Ständerpaar, also ca. 16 m verkürzt. Der Bau ist durchaus repräsentativ: mit Krüppelwalmdach und zweigeschossigem Backengiebel, das Portal umrahmt von Pilastern, mit Treppenaufgang und Rokokotür. Das hat im 19. Jhd. wohl sogar mehrfach den dänischen Konge angelockt. Heute kann man hier recht komfortabel Ferien machen oder Feste feiern. Weiter durch den Garten kommen wir an alten Apfelsorten und alten Bäumen vorbei. Die barocke Anlage ist sehr schön gelungen. Spazieren macht hungrig, und nachdem wir im Schweizer Haus die Kuchenauswahl beäugt haben, kehren wir ein. Das Wetter hält und wir machen es uns im Garten unter einer Segelplane bei Angus-Burger und Tagliatelle mit würzigem Käse gemütlich. Natürlich gibt es dann noch lecker Kuchen für den Nachmittagsimbiss. Die nordfriesische Luft zehrt ja so an den Kräften.


Als wir das Schweizer Haus verlassen ist der Parkplatz voll. Wie sich später bei der Kuchenverkostung herausstellt, mit Recht. Bevor es weitergeht wird noch ein Cache geloggt, und dann bringt uns Okki nochmal an den Deich. Genauer gesagt, die Tümlauer Bucht. Wir stellen Okki kurzerhand am Wegesrand ab, machen Lina marschbereit, und quer über die Fahrradautobahn geht es rauf auf den Deich Richtung Hafen. Beim Besteigen des Deiches stellen wir fest, dass es ganz schön zieht, und ein kurzer Blick in den kleinen Hafen verrät - hier ist nicht nur Ebbe, sondern wirklich tote Hose. Also disponieren wir um, steigen wieder ab und machen einen schönen Spaziergang auf der Fahrradautobahn…








Freitag, 12. September 2025

Friesland 2025 - Leuchtturm und Bunker

Freitag, Westerheversand

Auch heute soll es eigentlich richtig regnen, aber irgendwie erwischen wir dann doch einen sonnigen, wenn auch windigen Tag für unseren Ausflug zum Leuchtturm Westerheversand. Den Leuchtturm samt Parkplatz haben wir gestern schon vorsichtig auf dem Heimweg ausgekundschaftet und so wissen wir heute wo wir hinmüssen. Von unserem Domizil ist es keine dreiviertel Stunde, bis wir von Rad auf Pedes wechseln. Also bis auf Lina, die wird weiter gefahren, und zwar gut eingepackt. Windstärke 6-7 ist dann doch ziemlich frisch. Wir überqueren einen Deich und spazieren mit dem Hinweis doch bitte Ebbe und Flut zu beachten zwischen Salzwiesen zum Leuchtturm Westerheversand. Der ist 40 Meter hoch und funzelt ca. 21 Seemeilen weit. Damit können Schiffe einen etwa 250 Meter weiten Korridor in der Anfahrt Richtung Küste, z.B. Husum sicher befahren. Die Xenon-Funzel hat 2000 Watt. Recht ordentlich. Ansonsten ist der Leuchtturm heute automatisiert und wird von Tönning aus gesteuert. Besuchbar ist er jedenfalls, mit einem tollen Ausblick. Föhnwelle allerdings auch inklusive. Südwestwärts die Skyline von St. Peter-Ording, in der Nähe der Westerhever Schafberg, und ansonsten ganz viel Salzwiesen und Nordsee. Der Leuchtturmwärter macht heute nicht ganz bis vier, er erwartet die Flut vorher. Gut zu wissen. Wir haben zwar noch viel Zeit bis dahin, brechen dann aber doch wieder auf, nachdem wir das Gelände erkundet und die Sicht genossen haben. Ein Cache vor Ort wird auch geloggt, gar nicht so einfach bei den ganzen Muggels. Marie nimmt vor dem Abstieg vom Deich noch einen Rundblick mit dem Feldstecher. 





Auf dem Rückweg versuchen wir dann mit Okki auf kleinen Deichstraßen und Feldwegen zu einer alten Geschützstellung zu kommen. Chancenlos. Entweder abgezäunt oder der Weg verläuft sich im Gras. Wir nehmen dann doch die nächstgrößere Straße und kommen irgendwie dann doch noch in der Nähe an. Die letzten hundert Meter gehe ich zu Fuss, nachdem uns ein freundlicher älterer Herr versichert, dass er sich hier auch einfach nur hingestellt hat. Und dass es nur ein Betonklotz ist. Der wird jedenfalls gebührend bestaunt und dann geht es heim - ohne einen Tropfen Regen.

Es werden im Dorfkonsum noch örtlicher Käse für Marie geshoppt und zwei Hülsen für den Papa. Zum Abendbrot gibt es einen schönen Nudelauflauf mit extra Käse. Dazu Tee und Flens. Die haben hier nur halbe Hülsen?!




Donnerstag, 11. September 2025

Friesland 2025 - Touri on tour

 Donnerstag, St. Peter-Ording

Tagesprogramm ist ein Besuch der Nordseetouristenmetropole St. Peter-Ording am Nordfriesischen Wattenmeer. Okki macht entspannt los und wir kommen bei gutem Wetter am späten Vormittag an. Das Wetter hält. Dazu muss man sagen, dass ab heute laut amtlichem Wetter eigentlich junge Hunde vom Himmel kommen sollten. Grau, sehr windig. Ein Scout Richtung holländische Nordsee (Danke Bro) hat vor Sturmböen gewarnt. Aber das Wetter hält noch. Im Ort angekommen fährt Marie zunächst die Dorfstraße lang. Touri hoch fünf. Wir suchen einen Parkplatz, werden an einem Krankenhaus fündig. Sehr preiswert, das Ganze hier. Aber immerhin gut gelegen, es sind nur wenige Meter bis zum Deich. Von dort hat man bereits einen wunderbaren Blick auf die Salzwiesen und in der Ferne die Dünen vor Sandstrand und Nordsee. 

Der Deich ist sehr gut ausgebaut, beschildert und mit Aussichtspunkten bestückt. Fahrradautobahn inklusive. Ein Blick gen Norden offenbart die gut genutzte Strandbrücke. Dorthin wollen wir und machen uns auf entlang von mutmaßlichen Ferienhochhäusern zur einen Seite und Salzwiesen zur anderen Seite. Man merkt, dass der ganze Ort Tourismus atmet. Landseitig am Deich gibt es immer wieder Sitzgelegenheiten unter Segeln, Erklärtafeln, Schachfelder und offenbar sogar festinstallierte Outdoor-Fitnessgeräte? Was stimmt nicht mit der Welt… naja. 



Am Eingang der Strandbrücke steht ein Riesenfresstempel, der sogar gut besucht ist. Der Altersdurchschnitt wird von uns (einschließlich Lina) vermutlich um 40 Jahre gedrückt. Wenn es reicht. Wir möchten gern auf den Strand, unsere Kurtaxe zählt hier nix. Also löhnen wir einen kleinen Obolus, weil wir schon einmal da sind, und marschieren weiter. Der Wind pfeift, und trotzdem wird mir warm in der Jacke. Endlich am Strand. Lina schläft fest an Mama gekuschelt. Wir bewundern die Kraft der Nordsee, ich muss natürlich ins Wasser. Angeblich PFAS belastet. Egal. Es zieht langsam zu und wir entscheiden uns für den Rückweg. Auf halber Höhe der Strandbrücke logge ich noch schnell einen Cache. Mit einsetzendem Regen kommen wir hungrig bei Okki an. Schnell steuern wir das Dorf an und kehren im ältesten Gebäude des Ortes ein.




Ooooooodiiiinnn .... \o/

Dienstag, 9. September 2025

Friesland 2025 - Gen Norden der Halbinsel

 Dienstag, Friedrichstadt Teil Eins

Heute ging es über Lunden nach Friedrichstadt. Lunden, ein kleines Örtchen - mit einem Strickladen. Marie ging fröhlich shoppen, ich habe Lina bespaßt. Irgendwann sind wir dann auch reingegangen und Lina hat ziemlich neugierig die ganzen tollen bunten Farben beäugt. Nach erfolgreichem Wolle aussuchen weiter zum eigentlichen Tagesziel, der historischen Stadt Friedrichstadt.

Okki hält am Grachtenhafen, Bootstour auf dem Programm. Aber wie das Leben spielt - Kahn voll. Ich bin dezent enttäuscht. Naja, Kinderwagen fertiggemacht und auf auf, die kleine Stadt zu Fuß erkunden. An schnuckeligen kleinen Läden in hunderte Jahre alten Gebäuden vorbei Richtung Marktplatz. Die ganze Stadt ist ein Kulturdenkmal mit starkem niederländischen Einfluss. Daher auch die Grachten. Und jede Menge Religion. Ich besuche die vermutlich einzige katholische Kirche auf der Halbinsel, bevor es dann heimgeht. Die Wolken werden dunkler. Als wir am Grachtenhafen ankommen, wird die nächste Busladung ausgekippt.




 Mittwoch, Friedrichstadt Teil Zwei, Simonsberg und der rote Haubarg

Da wir am Vortag einige Geschäfte nicht besuchen konnten (die haben im Gegensatz zu Berlin richtige Schließtage und machen auch mal ordentlich Mittagspause - sehr angenehm) führt uns die heutige Fahrt nochmal nach Friedrichstadt. Hier besuchen wir in einem der ältesten Gebäude eine Stoffhandlung, sowie im Anschluss einen Teeladen. Gut ausgestattet mit allerlei Tütchen geht es noch durch die gestern nicht erkundeten Gassen der kleinen Holländerstadt. Boxenstop in einer Konditorei und am örtlichen Buchladen. Kuchen und Reiselektüre erwerben. Zurück am Auto dann Generalkurs Deich.




Das Ziel ist der kleine Ort Simonsberg im Adolfskoog. Hier kommt man einerseits sehr nah an den Deich. Andererseits gibt es dort das Vogelschutzgebiet “Wester-Spätinge”, oder sollte ich besser sagen, Paradies. Auf dem Weg dahin weist uns ein kleiner Schild den Weg zum roten Haubarg. Wir biegen ab, das müssen wir uns anschauen. Es erwartet uns ein typisches Bauernhaus, allerdings in groß. 17 Meter hoch, 99 Fenster, erbaut wohl um 1650. Ziemlich feudal. Wird heute als Restaurant und Museum genutzt. Ich erkunde eben die Lage, dann fahren wir erst einmal weiter zum Schöpfwerk Adolfskoog und dem Wester-Spätinge. Wir stellen Okki ab und machen Lina marschbereit. Dann geht es erst einmal rauf auf den Deich. Ein kurzer Lufteinsatz wird mangels Treibstoff abgebrochen, dafür gibt es dann den Kuchen. Mit toller Aussicht. Lina möchte offensichtlich auch. Wir machen dann noch einen schönen Deichspaziergang, Deichschafe und Aussicht aufs Vogelparadies inklusive.


Die frische Luft macht Hunger und der rote Haubarg kam wie gerufen. Also zurück und den Tag bei einem exquisiten Mahl ausklingen lassen. Für Marie gab es ein Duett aus Lachs und Zander, für mich friesisches Weiderind. Die Örtlichkeit ist kulinarisch auf jeden Fall zu empfehlen. Nach dem Essen noch schnell einen Cache geloggt, dann ging es auch schon heim.



Montag, 8. September 2025

Friesland 2025 - Die erste Erkundung Eiderstedts

 Montag, Tönninger Hafen

Direkt am Eider gelegen liegt die kleine Stadt Tönning. Diese steuerten wir nach einem sehr erholsamen Nachtschlaf und kurzen Frühstück direkt an. Der Markt war voll - Markttag. Okki wird nahegelegen abgestellt und nix wie hin. Erst einmal shoppen. Jede Menge frisches Gemüse, zwei Metzger und ordentlich Besucher, will sagen geschäftiges Treiben. Wir haben schicke Tomaten und einen wunderschönen Salatkopf erstanden. Selbige wurden dann erstmal in Okki verladen, bevor es dann an die eigentliche Stadterkundung ging. Durch den alten Schlossgarten hin zum historischen Hafen, der wohl historisch mal richtig groß und wichtig war. Das Schloss, wohl erbaut 1580, gibt es auch schon lange nicht mehr, es wurde 1700 irgendwas abgerissen, nachdem auch die Tönninger Festung geschliffen ward. Übrig sind vier Skulpturen und eine Nachbildung im Schlosspark.



Der Hafen hat direkt Seefeeling aufkommen lassen. Ebbe, alte Werft zur Rechten, Packhaus voraus, Hafenmeile links lang. Jede Menge kleine Freizeitkähne vor Anker. Später erfahren wir, dass die Krabbenkutter alle weiter draußen liegen. An schmucken Häuschen vorbei geht die Erkundung weiter den Hafen entlang. Irgendwann passiert man das Schifferhaus, dann einladende Restaurants. Fischbuden Fehlanzeige, aber es gibt einen kleinen Laden mit Tischen davor. Hier kann man frische Fischbrötchen erwerben. Wir passieren selbigen erstmal und gehen weiter Richtung Wasserschiffahrtsamt. Dahinter geht es wohl weiter zum Wattmuseum. Das sparen wir uns aber fürs schlechte Wetter auf und drehen um. Zurück, der Magen meldet sich. Es gibt Backfischbrötchen auf die Kralle. Lina möchte auch. Frisch gestärkt geht es durch kleine Gassen zurück Richtung Markt und dann zu Okki.

 


Eigentlich geht es dann heim, aber auf dem Weg habe ich dann noch ein Schild erspäht “Eidersperrwerk”. Lina möchte Abendessen. Geht beides. Kurz füttern, dann weiter zum Sperrwerk. Lina powernappt. Das Eidersperrwerk ist das größte deutsche Küstenschutzbauwerk und dient dem Schutz vor Sturmfluten, der Sicherung der Vorflut und der Erhaltung der Schiffahrt. Bauzeit 6 Jahre, oder ca. zwei drittel Elbphilharmonien. Das ist ja etwas genauer. Gigantisches Teil.



Sonntag, 7. September 2025

Friesland 2025 - Aufbruch in den (nicht ganz so hohen) Norden

 Sonntag, Zepa

Was ein Start in den Urlaub. Traditionell ist das erste Septemberwochenende ja reserviert für einen alljährlichen Schmaus und die Feier von Andreas Geburtstag. So auch dieses Jahr, mit einem Unterschied. Die kleine Lina fährt das erste Mal mit und mit in den Urlaub. Die Gesamtanreise wird dadurch etwas angenehmer. Kay gewährt bequemen Unterschlupf im Wohnwagen. Nach zwei schon deutlich spätsommerlichen Tagen mit kalten Nächten, einem Wiedersehen mit guten Freunden, einem schönen Spaziergang zur Mühle und einem Schweine-Festschmaus zu Andreas Ehren gab es dann noch ein kleines elektrisches Problem. Überraschend, aber nichts, was sich nicht mit einem Kabel und Qaddels Hilfe lösen ließe.

Ab und los in den Norden. Okki war gut gepackt und fuhr entspannt die doch etwas volle Rostocker Autobahn. Kurzer Boxenstop - Wacken ist nur einmal im Jahr. Und zwar nicht jetzt. Den heiligen Metallgründen haben wir trotzdem kurz unsere Aufwartung gemacht. Die letzte Etappe war dann ereignislos und endete in den Schleswig-Holsteinischen Marschen, genauer in Tönning. Der schnuckelige kleine Marktplatz lud direkt zum Verweilen ein und es gab zum Tagesabschluss vor der Endanfahrt auf die Unterkunft nahe Tönning bei schönstem Abendsonnenschein eine Pizza mit Altstadtblick.