Samstag, 30. Juli 2016

Sverige 2016 - Aufbruch nach Schweden

An einem kühleren Mittwoch morgen machen wir uns zu dritt auf den Weg zum Hafen Sassnitz auf Rügen um mit der Fähre nach Trelleborg zu schippern. Auf der Fähre das übliche Gerangel um die besten Sitzplätze, Skandinavier mit Unmengen von Bierpaletten und jeder Menge geschäftigem Treiben. Um 17:30 erreichen wir Trelleborg und fahren von dort aus ohne Zollprobleme nach Osten um in Granhyddans Camping - Beddingestrand unterzukommen. Es regnet immer mal wieder leicht, daher fragen wir bei unserer Ankunft gleich nach einer Stuga oder Campinghütte um nicht am ersten Tag die Zelte durchzuweichen. Leider wird uns die letzte "Cabin" direkt vor der Nase von ein paar Niederländern weggeschnappt. Nach dem wir alle drei unser "Getretener Hund" Gesicht aufgesetzt haben offeriert man uns eine "Cabin" die noch nicht Grund gereinigt wurde, da der "Cleaner" erst morgen kommen kann. Wir dürfen diese Unterkunft vorher in Augenschein nehmen und sind damit äußerst zufrieden. Da haben wir schon wesentlich schlimmeres erlebt und einen Rabatt gibt es obendrein. Da wir alle früh müde sind fallen wir bald in unsere Kojen. Leider sind die Betten nicht wirklich bequem und so habe zumindest ich (SH) am nächsten Tag etwas Kreuzschmerzen.

Montag, 2. Mai 2016

Tschechien 2016 - Auf schmalem Grat

Gleich nach dem Frühstück brechen wir auf um unsere Vorräte aufzustocken und das geplante Grillfest in die Tat umzusetzen. Im nächst gelegenen größeren Ort plündern wir einen Supermarkt und ziehen mit reicher Beute von dannen. 
Da wir noch voller Tatendrang sind und unsere Lebensmittel schlauerweise gut gekühlt im Fahrzeug deponiert haben, machen wir uns noch auf um eine Burgruine in der Nähe zu besichtigen. Da diese aber trotz anderslautenden Information an der Info Tafel geschloßen ist beraten wir kurz über die gewaltsame Erstürmung der Felsenfest, nehmen aber dann doch Abstand von diesem Plan und folgen einem schmalen Pfad der sich am Gipfelgrat entlang schlängelt und an dessen anderem Ende eine weitere Burg mit verheißungsvollen flüssigen Reichtümern lockt. Das Wetter ist weiterhin sehr gut und so sind wir alle weiterhin guter Dinge zumal wir unterwegs noch eine kleine Schatzkiste aufspüren können. Die Tour ist sehr abwechslungsreich. Mal geht es durch kühle Waldabschnitte, dann wieder kraxeln wir an schwindelerregenden Abgründen entlang und werden von der Sonne immer weiter in Richtung einer Gastronomie angespornt un uns dort unsere trockenen Kehlen mit kühlen Hopfentrank zu benetzen.





Endlich erreichen wir die Zauberpforten die uns den Einlaß zum "Hopfenstein" anzeigen. Gut gelaunt treten wir ein, jedoch müßen wir zunächst Wegezoll bezahlen und die 13 Stationen des Heiligen Sankt Tourismus abgehen bevor wir endlich in der Nachmittagssonne platznehmen und den herrlichen Ausblick bei einem köstlichem Glas Zaubertrank genießen können.


Auf dem Rückweg treibt uns der immer stärker werdende Hunger auf einen gegrillten Fetzen Fleisch an und wir können so ungeahnte letzte Reserven mobilisieren. Müde aber glücklich besteigen wir unser braves Gefährt und fahren zurück in unser Hauptquartier.

Sonntag, 1. Mai 2016

Tschechien 2016 - Lass uns nach Wakkaluba fahrn!

Das Himmelfahrtskommando ist nach etwa fünf heiteren Stunden Fahrt und einer Mittagspause in Mittweida im sagenhaften Bierland Tschechien angekommen. Nach dem Bezug unseren Quartiers haben wir uns auch gleich auf den Weg zum Tempel der Bierglückseeligkeit gemacht und dort die Sünden des Tages mit kühlem Pils erster Kajüte reingewaschen. Ein außerordentlicher Genuß, den nur ein einzelner hartneckiger Ungläubiger unter uns nicht zu schätzen wußte und sich krampfhaft an seiner Cola festhielt.

Eine künstlerische Darstellung des Tempels im Winter erinnerte uns sogleich an unseren letzen Besuch vor gut eineinhalb Jahren zur kalten Jahreszeit an diesem heiligen Orte.

Ein dunkler Schatten legt sich über unsere bierseeligen Gemüter als uns schlagartig bewußt wird, dass diese Lokalität morgen wegen Ruhetags geschlossen und uns damit der goldgelbe Gerstensaft verwehrt bleibt. Spontan planen wir alternativ für morgen Abend ein Grillgelage im Garten unseres Domizils. Der Gedanke daran spendet ein wenig Trost in dieser bitteren Stunde. Doch jetzt sind hier noch alle Zapfhähne offen also Skål!!!

Erst sehr spät ziehen wir uns in unser nahegelegenen Nachtquartier zurück und ertränken wieder aufkeimenden Kummer mit ein paar weiteren frisch gehopften.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Italien 2015 - Just cruising

Heute sind wir sehr zur Freude eines einzelnen Cabrio Enthusiasten entlang der Westseite des See's ein wenig cruisen gefahren. Wir sind zunächst nach Salo' gefahren und dort gemütlich die mondänen Uferpromenade entlang flaniert. Das obligatorische Gelato war natürlich auch dabei. Den Rückweg zu den Autos haben wir dann durch die Gassen gemacht. Und auch hier hat Salo's Flair allen sehr gefallen. Im Vergleich mit dem gegenüber liegenden Lazise geht es hier viel ruhiger und etwas weniger "touristisch" zu.










Dann sind wir weiter gen Norden gefahren und später zu Aussichtszwecken in Richtung Tignale abgebogen.




 Nach einer kurzen Rast mit Fotoshooting noch vor Tignale ging es dann aber zurück nach Maderno wo wir uns zunächst die Fährmodalitäten angeschaut und dann direkt am Strand gespeist haben. Nach dem Essen haben wir die 15.50 Uhr Fähre geentert und uns nach Torri del Bennaco übersetzen lassen. Die Überfahrt hat uns einen tollen Blick den See entlang in beide Richtungen verschafft der in etlichen Fotos verewigt wurde.







Der Fahrtseewind war zudem sehr angenehm erfrischend. Nach dem Anlegen sind wir dann auf direktem Weg nach Süden gefahren. "Der Pool ruft!" hieß die Parole und so wurde es gemacht.

Dienstag, 30. Juni 2015

Italien 2015 - Militaria-Recycling

In Lazise findet alte Attileriemunition themengerechte Wiederverwendung als Absperrung für ein Kriegsmahnmal.



Italien 2015 - Abends in Lazise

Nach einem halben Bummeltag fahren wir am späten Nachmittag nach Lazise einem kleinen Ort am südlichen Ostufer vom Gardasee. Der sehr kleine alte Ortskern ist noch komplett mit einer Stadtmauer umzogen.
Wir halten ganz in der Nähe des Stadttors auf einem sehr gut frequentierten unbewachten und kostenlosen Kiesparkplatz, auf dessen Fläche jedoch mehr Schlaglöcher als PKWs zu finden sind. Direkt nebenan ist ein bewachter kostenpflichtiger Parkplatz den sich zwei schicke Limousinen teilen. Der Besitzer des letztgenannten Parkplatzes sollte vermutlich sein Geschäftsmodell dringend überdenken.
Es ist brüllend heiß. Schnell tauchen wir daher in die Gassen von Lazise ein. Der Schatten zwischen den Häusern bringt leider kaum Abkühlung daher switchen wir nahtlos zu Plan B und versuchen unsere Körpertemperatur mit einem Eis zu senken. Das funktioniert erstmal ganz gut.
Schnell landen wir am winzigen Hafen von Lazise und gehen von dort aus weiter in Richtung der Seepromenade. Hier nehmen wir kurz Platz und genießen den Blick über den See. Bald wird uns wieder zu heiß, was neben der Sonnenstrahlung aber auch an den zahlreichen italienischen Schönheiten liegen mag die hier wandeln.





Wir schlendern zurück in die Gassen der Altstadt und durchqueren diese einmal kreuz und quer, genießen das Flair, weil es sich reimt. Daniel kauft sich ein Basecap damit er sich dieses Jahr nicht wieder in ein Streichholz verwandelt. Dann packt uns unvermittelt der Hunger was bei dem reichlichen Angebot an Gastronomitäten überhaupt kein Problem darstellt. Bei einem gut ventillierten Ristorante am Marktplatz nehmen wir unter einem Sonnenschirm Platz und lassen uns kulinarisch verwöhnen. Pasta und Pizza sind unser!



Die Bedienung ist außergewöhnlich nett und so können wir nur schwerlich losreißen um unseren Besuch mit einem letzten kleinen Verdauungsrundgang abzuschließen.





Lazise ist wirklich ein schönes Fleckchen und bietet dem anspruchsvollen Hobbyfotografen mit seiner Lage am Ostufer gerade in den Abendstunden herrliche Fotomotive mit Sonnenuntergang über dem See.

Montag, 29. Juni 2015

Italien 2015 - Torre di San Martino

Zum Auftakt unseres heutigen Ausflugs geht es zum Torre di San Martino, also dem Turm von San Martino. Der Turm erinnert an eine Schlacht im Jahre 1859 während des Sardinischen Krieges der letztlich zur italienischen Reichseinigung führte. Es kämpften zeitgleich an zwei Stellen die Franzosen und die Truppen Sardinien-Piemonts gegen die Armeen des österreichischen Kaiserreiches.
Bei San Martino konnten die Italiener (Königreich Sardinien-Piemont) die Österreicher nach einer blutigen Schlacht zum Rückzug zwingen während die verbündeten Franzosen bei Solferino gegen die Osterreicher siegten. Einige Schlachten später war die K&K Monarchie endgültig geschlagen und Italien wurde unter Viktor Emanuel II. ,dem sardischen König vereinigt.
Vom Turm aus soll man einen tollen Blick auf das Umland haben, leider war uns der Aufstieg wegen der Mittagspause verwehrt. Im nahegelegenen Gebeinhaus wird der vielen Toten auf beiden Seiten gedacht. Unzählige Schädel und Knochen sind in Regalen aufgeschichtet und geben dem Ort einen sehr morbiden Anstrich. Auf dem Parkplatz kommen wir mit einem älteren Monsignore ins Gespräch. Der aufgeschlossene Geistliche will wissen was für ein Autokennzeichen "MD" ist und wo wir genau herkommen. Munter sprudelt er in einem englisch italienischem Mischmasch auf uns ein. Ich antworte wie immer in solchen Situationen zunächst mit einem vagen "between Hannover and Berlin" um zu prüfen ob mein Gegenüber genauere Ortsangaben wünscht. In Falle des Monsignore reicht diese grobe Angabe aber aus und er ist sichtlich begeistert weil er Hannover scheinbar einordnen kann. Naja man ist sowas als Magdeburger irgendwie gewohnt. Vielleicht hätten wir erwähnen sollen, dass der 1. FC Magdeburg 1974 den AC Mailand im Europapokal Finale abgekocht hat. Ebenfalls eine denkwürdige Schlacht derer die Magdeburger noch immer  gedenken.
Der gesprächige Pope weißt uns noch wortgewaltig darauf hin wie schlimm Krieg doch ist und wie schön es ist das wir Europäer weitgehend friedlich zusammen leben und wir jungen Deutschen eine solche Gedenkstätte besuchen. Jedenfalls entnehmen wir diese Worte seinem Anglo-italienischem Wortgewitter. Dann dreht er sich abrupt um und marschiert mit seinem stumm lächelnden Begleiter von dannen. Vier gerettete arme teutonische Seelen auf der "Haben- Seite" sind sicher genug für einen heißen Montag Vormittag.