Freitag, Altenpleen
Irgendwie fehlte dieses Jahr noch ein bisschen Urlaub. Und Stralsund soll ja sehr schön sein. Aber terminlich? Nun, es hat geklappt. Mitte September. Wetterbericht einigermaßen leidlich. Frage: Spielt der Kitaschnupfen mit. Knappe Antwort. Jawoll. Spielt er. Aber von vorn. Aufgrund diverser anderer Thematiken war das mit dem buchen dieses mal sehr knapp. Und eigentlich wollten wir ja direkt in Stralsund City locaten. Oder wie man das heutzutage nennt. Bei der Suche nach einem geeigneten Domizil fanden wir allerdings etwas außerhalb Richtung Barther Bodden eine sehr schicke wie auch erschwingliche Ferienwohnung.
Tja, und heute war es dann soweit. Nach knapp drei Stunden Fahrt, auf der BAB 11 und 20, vorbei am Schiffshebewerk und durch die Uckermark, an der Metropole AT und die Hansestadt Greifswald rechts liegen gelassen bis kurz vor Rügen. Stralsund. Gut, da nehmen wir dann erst einmal die Umgehung und zack, kommen wir auf engen Alleen direkt ans Ziel. Das waren die zwei Drittel nach “raus aus Baalin”. Gepflegter Garten, Parkplatz auf dem Grundstück. Ruhe. Sehr schön. Ein freundlicher alter Herr begrüßt uns und geht nach der Chefin schauen, unsere Vermieterin zeigt uns die Wohnung. Schick. Alles da. Dahinter Hühner. Wir räumen den braven Okki erst einmal leer. Lina mault, dass sie ihre Schuhe wieder anziehen will, um in der Bude rumzurennen. Gibt es nicht. Kurze Planung: Direkt nochmal los, Richtung Bodden. Dann einkaufen und Essen gehen.
Wir zäumen Okki also wieder auf, ich meine schnallen Lina wieder in ihren Sitz - der muss demnächst mal neu, glaube ich - und machen los. Zehn Minuten später halten wir an einem kleinen Parkplatz am Hafen Zühlendorf. Schön angelegt, Sitzmöglichkeiten, Überdachung, sogar einen Grill. Es gibt einen kleinen Bootshafen und Sitzgelegenheiten, um aufs Wasser rauszuschauen. Wir entscheiden uns für den Weg auf der schnuckeligen Küstenschutzanlage. Naja. Lina entscheidet sich dafür, getragen zu werden. Auch gut. Bei 20°C und heiterem Wetter machen wir einen kleinen Spaziergang den Bodden entlang. Irgendwann fängt Lina an zu quengeln und wir entscheiden uns ob der Zeit das Gasthaus zu verschieben, einkaufen zu gehen und im Domizil Abendbrot zu bereiten. Da ist das Bett näher. Zurück zum Parkplatz, da nehme ich noch einen Cache mit.
Der nächste Supermarkt ist einen Umweg entfernt. Den steuern wir an. Der Weg führt durch Kummerow. Nein, nicht das von Ehm Welk. Und da sollen wir auf diese einladende, einspurige Ostblockagrarbetonplattenstrasse einbiegen? Ich halte. Der entgegenkommende Einheimische nickt freundlich und sieht gerade noch meine Aufforderung zur verbalen Interaktion. Ich hatte das Fenster runtergekurbelt. Nein, da ist keine Baustelle mehr. Jut, sag ich. Und wende um auf der Bundesstraße zu Netto zu fahren. Geht doch auch. Ist sogar 5 Minuten schneller als Onkel Google. Nach einem opulenten Einkauf geht es heim. Abendessen. Dann kommt Lina nach einem kurzen Bad tatsächlich schnell dahin wo sie eigentlich hin will. Und wir planen die kommenden Tage…



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