Samstag, 12. September 2026

Vorpommern 2026 - Ostsee 1

Samstag, Fischland-Darß-Zingst

Nach einer erholsamen, wenngleich kurzen Nacht schritten wir direkt zur Tat und begannen den Morgen mit einer adäquaten, d.h. kräftigen Stärkung. Während Lina den Küchentisch abräumt, prüfe ich die Wetterkarte. Sieht eigentlich ganz brauchbar aus. Nach kurzem Gespräch, will sagen, einem “Schatz, fahren wir dann da hin”, nicke ich, die gestrige Zielsuche dunkel im Hinterkopf. Das hieße ja, es geht in Richtung Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Genauer gesagt wollen wir das Ostseeheilbad Zingst besuchen. Also keine Regensachen, aber doch, nun ja, winddicht. An der Küste könnte es ja durchaus windig sein. 


Okki war schnell beladen, Lina eingepackt, und so ging es kurz nach neun Uhr los. Die Fahrt dauerte nur knapp eine halbe Stunde. Mein erstes Highlight war die Meiningenbrücke, eine Fachwerkträgerbrücke. Diese insgesamt 470 m lange Brücke besteht unter anderem aus einer Strombrücke und einer Drehbrücke und verbindet den Zingst mit dem Festland. Leider nicht befahrbar und Parkplätze waren jetzt auch nicht wirklich da. Also weiter, Richtung Heilbad. Dort hat Okki einen zentralen Stellplatz ergattert. War irgendwie gar nicht schwer. Nix los in der Nebensaison? Lina hat sich jedenfalls pünktlich drei Minuten vor Ankunft zum Powernap durchgerungen. Ah, da kommt es nass von oben. Perfekt. Als das rum war, war auch der Powernap beendet und es ging direkt erstmal Gegenstände des täglichen Bedarfs shoppen. 



Der weitere Fussweg führte gen See. Vorbei an verlassenen Ferienhäusern, ein paar kleinen Läden und jeder Menge Gastronomie. Am alten Rettungsschuppen und der Oysterbar vorbei Richtung Seebrücke. Da war jede Menge Stimmung. Aber immer noch erstaunlich wenig los. Naja, wir rauf auf die Brücke. Nicht so weit wie letztes Jahr aber auch schick. Und jetzt auch ordentlich windig. Lina freut sich über die entgegenkommenden Vierbeiner - und den Wind. Am Ende ist die Tauchgondel gerade in Wartung. Wir genießen die gute Seeluft und schauen aufs Meer. Dann geht es zurück. Der Magen meldet sich. Es wird merklich voller. Am Fuss der Seebrücke merken wir auch warum. Da sind zwei Busladungen Bazis ausgekippt worden. Naja. Wir senken den Altersschnitt, ohne Lina in der Rechnung zu berücksichtigen, schon um 20 Jahre. Kurzer Abstecher zum örtlichen Teedealer. Kuchen nur vor Ort? Wir beschließen ein gutes Mass zurückzulaufen und, beim Klabautermann, dort einzukehren wo wir Kartoffelpuffer auf der Karte gesehen hatte. Ansonsten gab es Räucherlachs und vorpommersches Weideschwein. Nach einem guten und erstaunlich erschwinglichen Mahl ging es zurück. Sanddorn und Kuchen.



Mittlerweile war früher Nachmittag und die Quantität der terroristischen Dimension vor Ort voll abschätzbar. Wir beschlossen zum Wagen zurückzukehren und eine Vogelbeobachtungsstation Richtung Kirr, eine Insel im Bodden vor Zingst, anzusteuern. Vielleicht konnte man da auch noch ein paar Meter gehen. Gesagt getan, kurze Fahrzeit, halt auf dem Schwarzen Netto Parkplatz. Lina macht Mittagsschlaf. Wir auch. ;) Eine Dreiviertelstunde später sind wir wieder marschbereit und es geht Richtung Nationalparkaussichtspunkt. Der war leider eine Baustelle, das Vogelbeobachtungshäuschen daneben gab es noch. Durch die Optik ein paar Blicke geworfen. Viel Radverkehr. Statt Spazierenzugehen kehren wir deshalb um, und machen in Anbetracht der Zeit auf gen Basis. Dabei passen wir noch die kleine Stadt Barth ab. Hier gibt es eine leider schon verschlossene Kirche, und einen schönen kleinen Garten.




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